Tankkarten gehören zum Standard-Inventar moderner Fuhrparks. Laut einer aktuellen Dataforce-Studie nutzen drei von vier Fuhrparks in Deutschland eine Tankkarte zur Kraftstoffabrechnung. Doch das Bild wandelt sich. Mit wachsendem Anteil an Elektrofahrzeugen in Firmenflotten reicht die klassische Tankkarte nicht mehr aus. Ladekarten und digitale Hybridlösungen, die Tanken und Laden auf einer einzigen Karte vereinen, gewinnen daher an Bedeutung. Flottenmanager mit einem gemischten Fuhrpark stehen 2026 vor der Herausforderung, zu entscheiden, welcher Anbieter alle Bedarfe abdeckt – von der klassischen Tankstelle bis zur öffentlichen Ladestation – und sich gleichzeitig effizient in bestehende HR- und Abrechnungssysteme integrieren lässt.
Zuletzt aktualisiert am 14.07.2026
Tankkarten für Firmen sind Zahlungskarten, mit denen Mitarbeitende bargeldlos an Tankstellen tanken können ohne dabei Bargeld mitführen oder Belege einreichen zu müssen. Jede Transaktion wird digital erfasst und dem Firmenkonto direkt belastet; die Abrechnung erfolgt monatlich zusammengefasst. Laut einer Dataforce-Studie aus 2025 nutzen drei von vier deutschen Fuhrparks eine Tankkarte zur Kraftstoffabrechnung.
Ladekarten für Elektrofahrzeuge funktionieren nach demselben Prinzip – jedoch an öffentlichen Ladestationen statt an Tankstellen. Die Abrechnung erfolgt je nach Betreiber zeitbasiert (€/Stunde) oder verbrauchsbasiert (€/kWh). AC-Laden kostet öffentlich typischerweise 0,40–0,60 €/kWh, DC-Schnellladen 0,50–0,80 €/kWh (Stand 2026). Anbieter wie EnBW, DKV und Shell führen bei Unternehmenskunden in Deutschland laut Dataforce die Nutzungsstatistiken an.
Hat ihr Unternehmen eine reine E-Flotte? Dann lohnt sich unser ausführlicher Ladekarten-Vergleich.
Hybridkarten vereinen Tanken und Laden auf einer einzigen Karte. Anstatt separate Karten und Verträge für Verbrenner und E-Fahrzeuge zu verwalten, erhalten Fuhrparkmanager eine einheitliche Abrechnungsstruktur für die gesamte gemischte Flotte. Für Unternehmen, die aktuell auf Elektromobilität umstellen, ist die Hybridkarte zunehmend die wirtschaftlichere und administrativ einfachere Lösung. Die zunehmende Elektrifizierung von Firmenflotten macht diese Hybridlösungen 2026 zum neuen Standard.
Transparente Kostenkontrolle
Jede Transaktion wird nach Fahrzeug, Fahrer, Tankstelle, Datum und Menge digital erfasst. Fuhrparkmanager können in Echtzeit sehen, wo und wie viel getankt oder geladen wurde, ohne manuelle Belegprüfung und ohne Vorleistung der Mitarbeitenden.
Weniger Verwaltungsaufwand
Mitarbeitende gehen nicht in Vorleistung und reichen keine Kassenbelege ein. Digitale Plattformlösungen, die Tank- und Ladekarte direkt in das HR-System integrieren, reduzieren den Abrechnungsaufwand laut Kundenerfahrungen um bis zu 90 Prozent, wie es das Beispiel Merkur Privatbank zeigt, die ein manuelles Fahrtkostenmanagement durch ein Mobilitätsbudget mit integrierter Tank- und Ladekarte ersetzt hat.
Firmenkundentarife und Netzwerkrabatte
Viele Anbieter bieten Unternehmen vergünstigte Kraftstoffpreise gegenüber Listenpreis sowie erweiterte Netzwerkkooperationen, sodass die Karte an möglichst vielen Stationen – auch beim Mitbewerber – akzeptiert wird.
Steuerliche Optimierungsmöglichkeiten
Als Sachbezug können bis zu 50 €/Monat nach §8 Abs. 2 S. 11 EStG steuer- und sozialabgabenfrei gewährt werden. Wird die Karte im Rahmen eines Mobilitätsbudgets für ÖPNV-Nutzung eingesetzt, gilt darüber hinaus die vollständige Steuerfreiheit nach §3 Nr. 15 EStG – kumulativ mit dem Sachbezug. Digitale Plattformlösungen, die diese Kategorisierung automatisch vornehmen, eliminieren das Risiko einer fehlerhaften steuerlichen Einordnung bei der nächsten Betriebsprüfung.
Bargeldlos an Tausenden Stationen europaweit
Je Mitarbeitergruppe konfigurierbar
Ablauf in 4 Schritten erklärt
Für viele Firmen sind Tankkarten ein unverzichtbares Tool, um ihre Flottenkosten effektiv zu verwalten. Auf dem Markt gibt es daher eine Vielzahl von Anbietern, die unterschiedliche Angebote und Services bereitstellen. Zu den beliebtesten Tankkarten-Anbietern in Deutschland zählen aktuell laut Dataforce Tank- und Ladekartenstudie 2025 die Anbieter DKV, Aral, UTA, euroShell und TotalEnergies.
Unternehmen sollten sich genau über die verschiedenen Anbieter und deren Leistungen informieren, um die beste Lösung für ihre Mitarbeitenden und ihren Fuhrpark zu finden. Tankkarten für Firmen sind nicht nur ein praktisches Zahlungsmittel an Tankstellen, sondern auch ein effizientes Instrument zur Kostenkontrolle im Fuhrparkmanagement und im Vergleich zu klassischen Tankgutscheinen ein noch modernerer Benefit für Mitarbeitende.
Zu den bekanntesten Anbietern für Tankkarten zählen (in alphabetischer Reihenfolge):
Außerdem befinden sich noch weitere Tankkartenanbieter am Markt. Zu beachten gilt, dass nicht alle Tankkarten an allen Tankstellen funktionieren, da die Tankstellenbetreiber die Kartennutzung üblicherweise nur an den eigenen Standorten ermöglichen. Allerdings hat auch hier inzwischen ein Umdenken eingesetzt und manche Anbieter kooperieren bereits in einem gemeinsamen Tankstellennetz, sodass die Karten teilweise auch übergreifend eingesetzt werden können.
Alternativ können Unternehmen auf Tank-Apps wie PACE oder ryd zurückgreifen, die ein großes Tankstellennetzwerk ineinander vereinen. NAVIT kooperiert mit beiden Anbietern. Die NAVIT Tank- und Ladekarte kann in beiden Apps zum Tanken eingesetzt werden.
Bei den Ladekarten liegen laut Dataforce-Studie die Anbieter EnBW, DKV und Shell vorne, wobei EnBW vor allem in sehr kleineren Fuhrparks genutzt wird und in großen Fuhrparks die etablierten Tankstellenbetreiber DKV und euroShell dominieren.
Die wichtigsten Anbieter im direkten Vergleich (Auswahl; Angaben laut Anbieter, Stand April 2026):
| Anbieter | Kartentyp | Grundgebühr | Tankstellen-Netz | Lade-Netz | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| DKV Euro Service | Tank + Lade (Hybrid) | ab 0 €/Karte | 85.000+ EU | 938.000+ EU | Größtes EU-Netz; Maut, Services inklusive |
| Shell Card | Tank + Lade | ab 0 €/Karte | 25.000+ EU | Shell Recharge-Netz | Starke Markenbekanntheit; Shell Recharge integriert |
| UTA (Edenred) | Tank + Lade (Hybrid) | ab 0 €/Karte | 80.000+ EU | UTA eMobility-Netz | Pan-Europa; Mautzahlungen inklusive |
| Aral (BP) | Tankkarte | ab 0 €/Karte | ca. 12.000 EU | Begrenzt | Starkes DE-Netz; Payback-Integration |
| EnBW mobility+ | Ladekarte | 0 €/Karte | – | 700.000+ EU | Größtes Ladenetz DE; kein Kraftstoff |
| NAVIT | Tank + Lade + Mobilitätsbudget | 0 €/Karte | via PACE + ryd | via PACE + ryd | Integriert in Mobilitätsbudget; DATEV-Export; auto. Steueroptimierung |
Quellen: Dataforce Tank- und Ladekartenstudie 2025; Angaben der Anbieter. Stand: April 2026.
Eine Tankkarte für Unternehmen kostet in Deutschland im Schnitt zwischen 5 und 20 Euro pro Karte und Monat. Hinzu kommen je nach Anbieter transaktionsbasierte Gebühren (üblicherweise 0,05–0,30 Euro pro Tankvorgang) sowie optionale Zusatzleistungen wie Versicherungspakete oder erweiterte Reporting-Funktionen. Einige Anbieter bieten kostenfreie Basiskarten an, kompensieren dies jedoch durch höhere Netzwerkgebühren oder eingeschränkte Tankstellennetze. Für Unternehmen mit gemischten Flotten – also Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Elektroantrieb – empfiehlt sich ein direkter Kostenvergleich zwischen klassischen Tankkarten und kombinierten Hybridlösungen, da letztere trotz ggf. höherer Grundgebühr durch geringere Verwaltungskosten und steuerliche Optimierungspotenziale oft wirtschaftlicher sind.
Die Qualität eines Tankkarten-Anbieters zeigt sich nicht nur im Preis. Vier Kriterien sind für den betrieblichen Alltag entscheidend:
Reporting und Datenexport: Moderne Anbieter stellen Webportale und APIs bereit, über die Fuhrparkmanager Transaktionen nach Fahrzeug, Fahrer, Standort und Zeitraum filtern können. Für Unternehmen mit DATEV-Anbindung ist der automatische Export in die Lohnbuchhaltung ein wesentlicher Effizienzgewinn – er erspart die manuelle Datenübertragung und reduziert Fehlerquellen bei der Betriebsprüfung.
Nutzungslimits und Fraud-Schutz: Gute Anbieter ermöglichen individuelle Limit-Einstellungen pro Karte – nach Betrag, Kraftstoffart oder Wochentag. Kartensperrung per App oder Online-Portal innerhalb weniger Minuten ist heute bei DKV, Shell und UTA Standard und schützt vor Missbrauch bei Fahrzeugdiebstahl oder Mitarbeitendenwechsel.
24/7-Notfallservice: Bei Kartenproblemen auf der Langstrecke oder im Ausland ist erreichbarer Kundensupport unverzichtbar. DKV und UTA bieten 24/7-Hotlines für Firmenkunden an – ein Kriterium, das im Vergleich oft unterschätzt wird.
Integration in HR- und Abrechnungssysteme: Für Unternehmen, die Tank- und Ladekarte mit einem Mobilitätsbudget verknüpfen möchten, ist die Plattformintegration entscheidend. Lösungen wie NAVIT verbinden die Karte direkt mit dem HR-System: Transaktionen werden automatisch steuerlich kategorisiert und sind für die Lohnabrechnung aufbereitet – ohne manuelle Nacharbeit.

Mit dem steigenden Anteil an Elektrofahrzeugen in deutschen Firmenflotten gewinnen Ladekarten an Bedeutung. Sie ermöglichen Mitarbeitenden das bargeldlose Laden an öffentlichen Ladestationen und liefern Unternehmen eine zentrale Abrechnung der Ladevorgänge. Die Tarife unterscheiden sich dabei erheblich, unter anderem Grundgebühr, AC- und DC-Preise, Netzabdeckung und Roaming-Kosten.
Welcher Anbieter zu Ihrem Fuhrpark passt, hängt vom Nutzungsprofil ab. Einen vollständigen Überblick über die wichtigsten Anbieter mit Grundgebühren, kWh-Preisen und Empfehlungen für Unternehmen, Vielfahrer und Gelegenheitsnutzer finden Sie in unserem Ladekarten-Vergleich für E-Autos.
Wer die Ladekosten von Elektro-Dienstwagen auch für das Laden zuhause steuerkonform abrechnen möchte, findet in der NAVIT ZuhauseLaden-Lösung eine 2026 BMF-konforme Ergänzung zur betrieblichen Ladekarte.
Tank- und Ladekartensysteme unterscheiden sich in ihren grundlegenden Funktionsweisen und Anwendungsbereichen. Während Tankkarten hauptsächlich für herkömmliche Kraftstoffe an Tankstellen genutzt werden, sind Ladekarten speziell für die Aufladung von Elektrofahrzeugen konzipiert. Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt in der Verfügbarkeit von Ladestationen im Vergleich zu Tankstellen, wobei letztere noch deutlich zahlreicher sind.
Zudem variieren die Abrechnungsmodelle und Kostenstrukturen zwischen den beiden Systemen, wobei Ladekarten oft auf zeit- oder verbrauchsabhängigen Gebühren basieren. Unternehmen müssen daher sorgfältig abwägen, welche Art von Karte ihren individuellen Anforderungen am besten entspricht und welche Angebote der verschiedenen Anbieter ihnen dabei zur Verfügung stehen.
Hybridkarte: Tanken und Laden kombiniert
Für Firmen lohnen sich zunehmend Kartenlösungen, die Tanken und Laden kombinieren. Sogenannte Hybridkarten vereinen Tanken und Laden auf einer einzigen Karte. Das behebt den Nachteil von Tankkarten, auf das Tanken und einzelne Tankstellenbetreiber beschränkt zu sein. Letztlich schafft das die Verwaltung von mehreren Karten von verschiedenen Anbietern ab und spart somit Kosten und Zeit gegenüber herkömmlichen Tankkarten.
Was unterscheidet eine gute Hybridkarte von einer einfachen Kombinationskarte?
Nicht jede Karte, die Tanken und Laden vereint, ist automatisch eine echte Hybridlösung. Entscheidend für Fuhrparkmanager sind drei Faktoren: die Breite des Netzwerks, die Integration in bestehende Verwaltungssysteme und die steuerliche Abbildungsfähigkeit. Ein belastbares Tankstellen- und Ladenetz sollte mindestens die gängigen Betreiber in Deutschland abdecken – von BP und Aral bis zu gängigen Ladenetzbetreibern wie EnBW oder Ionity. Anbieter wie NAVIT setzen dabei auf Kooperationen mit Tank-Apps wie PACE und ryd, die das zugängliche Netzwerk erheblich erweitern.
Für HR- und Fuhrparkmanager ist zudem relevant, ob die Hybridkarte direkt mit einem Mobilitätsbudget der Mitarbeitenden verknüpft ist – und ob Transaktionen automatisch steuerlich korrekt kategorisiert werden. Das erspart die manuelle Belegprüfung und reduziert den Verwaltungsaufwand erheblich.
Die Wahl der richtigen Kartenlösung hängt vor allem von der Zusammensetzung der Flotte und den internen Verwaltungsanforderungen ab.
Reine Verbrennerflotten profitieren weiterhin von klassischen Tankkarten, sofern das Netzwerk der genutzten Tankstellen abgedeckt ist und kein Bedarf an digitaler HR-Integration besteht. Anbieter wie DKV, Shell oder UTA bieten hier bewährte Lösungen.
Gemischte Flotten mit Verbrennern und Elektrofahrzeugen sind mit einer Hybridkarte besser bedient: Sie ermöglicht einheitliche Abrechnungsprozesse für alle Fahrzeugtypen und reduziert den Verwaltungsaufwand erheblich.
Vollständig elektrifizierte Flotten oder Unternehmen, die Mitarbeitenden zusätzlich ein flexibles Mobilitätsbudget anbieten möchten, profitieren von integrierten Plattformlösungen, die Laden, Tanken und weitere Mobilitätsdienste auf einer einzigen digitalen Infrastruktur bündeln. Für sie lohnt sich auch eine Lösung, die Ladekarte und digitale Heimlade-Abrechnung vereint.
Bei der Auswahl einer Tankkarte oder Ladekarte für Mitarbeiter ist es entscheidend, die Bedürfnisse des Fuhrparks und der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Ein Anbieter, der sowohl ein umfassendes Netzwerk an Tankstellen als auch attraktive Zusatzleistungen bietet, kann den betrieblichen Ablauf optimieren und Kosten senken.
Die Integration von Tank- und Ladekarten in die betriebliche Flottenmanagement-Strategie ermöglicht nicht nur eine transparente Abrechnung, sondern auch die Möglichkeit, das Fahrverhalten der Mitarbeitenden zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zu ergreifen.
Durch die Nutzung moderner Technologien wie Tank Apps oder Online-Plattformen können Firmen Informationen zu Verbrauch, Standorten und Kosten jederzeit abrufen und so die betriebliche Mobilität effektiv steuern. Unternehmen sollten daher die verschiedenen Angebote kritisch betrachten und die Lösung wählen, die sowohl ökonomische als auch ökologische Aspekte berücksichtigt.
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