Mobilitätsbudget: Gehaltserhöhung oder Gehaltsumwandlung?

Mitarbeitende suchen gezielt nach einem nachhaltigen Unternehmen

Früher war es gang und gäbe, dass ein Firmenwagen ein attraktiver Anreiz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darstellte, um langfristig in einem Unternehmen zu bleiben oder neue Talente zu gewinnen. Doch angesichts der steigenden Bedeutung von Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie der Veränderung der Arbeitswelt durch New Work und hybrider Arbeitsmodelle wird der Wunsch nach Alternativen immer stärker.

Laut einer Online-Umfrage der Jobplattform StepStone suchen fast die Hälfte der 12.000 Befragten gezielt nach einem nachhaltigen Unternehmen, wenn sie einen Jobwechsel in Betracht ziehen. Etwa 76 Prozent der Teilnehmenden gaben außerdem an, dass Nachhaltigkeit für ihren Arbeitgeber von großer Bedeutung sein sollte. In Bezug auf Mobilität ist da ein Dienstwagen nicht attraktiv, Angebote wie das neue Deutschlandticket oder ein Dienstrad schon.

Ein Angebot, welches Unternehmen ihren Mitarbeitenden machen können und das verschiedene Mobilitätsangebote bündelt und damit die Flexibilität erhöht, ist das Mobilitätsbudget. Dieser Arbeitgeberzuschuss bietet Mitarbeitenden die Möglichkeit, umweltfreundlich zu reisen und ihre Mobilität flexibler zu gestalten. Unternehmen wiederum können das Mobilitätsbudget nicht nur als Alternative zum Dienstwagen, sondern auch zur herkömmlichen Gehaltserhöhung nutzen und dank steuerlicher Vorteile eine Nettolohnoptimierung erreichen.


Inhalt

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Mobilitätsbudget: Was ist das?

Ein Mobilitätsbudget ist ein flexibler monatlicher Mobilitätszuschuss, den Arbeitgeber und Unternehmen ihren Mitarbeitenden zur Verfügung stellen können. Es dient dazu, die Kosten für verschiedene Arten von Mobilität abzudecken, darunter öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing-Dienste, E-Scooter, Taxifahrten und mehr. Die Beschäftigten können dieses Budget nach ihren individuellen Bedürfnissen nutzen.

Vorteile von Mobilitätsbudgets

  • Flexibilität: Mitarbeitenden können ihre Mobilität je nach ihren Bedürfnissen anpassen, was zur Verbesserung der Work-Life-Balance beiträgt.
  • Nachhaltigkeit: Die Förderung umweltfreundlicher Transportmittel durch Mobilitätsbudgets zeigt das Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit.
  • Steuervorteile: Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt es steuerliche Anreize, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führen kann.

Das Mobilitätsbudget ist Teil der neuen Mobilität, die bereits unsere Fortbewegung verändert. Auch bei diesen neuen Mobilitätsangeboten gilt es steuerliche Regelungen zu beachten, nicht zuletzt wenn Arbeitgeber diese ihren Mitarbeitenden zur Verfügung stellen wollen. Darunter fallen neben einem flexiblen Mobilitätsbudget auch das Überlassen eines E-Bikes als Teil eines Bikeleasings oder der Fahrtkostenzuschuss bzw. die Bereitstellung eines Jobtickets.

Mobilitätsbudget: Eine Gehaltserhöhung mit Mehrwert

Die klassische Gehaltserhöhung ist nicht immer attraktiv, schließlich fallen mit ihr auch Steuern und Sozialabgaben an. Ein Mobilitätsbudget ist hingegen eine ideale Möglichkeit, Mitarbeitenden ein Gehaltsextra anzubieten, das über die üblichen Erhöhungen hinausgeht und mit dem Mitarbeitende von einer Nettolohnoptimierung profitieren können.

Das Mobilitätsbudget fungiert dabei als steuerfreier oder pauschalbesteuerter Lohnbaustein, der in Form einer Sachzuwendung eingesetzt wird und durch die steuerlichen Vorteile für eine Nettolohnoptimierung sorgt.

Es ermöglicht Mitarbeitenden, ihr monatliches Budget für Mobilität zu nutzen, um verschiedene Verkehrsmittel auszuwählen. Dies umfasst öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing-Dienste, E-Scooter und mehr.

Als flexibler Mitarbeiterbenefit zusätzlich zum Gehalt

Arbeitgeber können das Mobilitätsbudget als Arbeitgeberzuschuss zusätzlich zum Gehalt anbieten. Herkömmliche Gehaltsanpassungen führen zu Steuer- und Sozialabgaben. Mit diesem Mobilitätszuschuss können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern einen Zuschuss gewähren, der steuerfrei ist. Durch die Nutzung von steuerfreien Benefits als Gehaltsextra kann die Effektivität der Maßnahme deutlich gesteigert werden, womit am Ende mehr Netto für den Mitarbeitenden bleibt und gleichzeitig geringere Kosten für Unternehmen entstehen. Möglich macht das der Sachbezug, über den Unternehmen ihren Mitarbeitenden Sachzuwendungen bis zu einem Betrag von 50 Euro steuerfrei überlassen können.

Nicht zuletzt deshalb eignet sich das Mobilitätsbudget als ideale Maßnahme zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Das Mobilitätsbudget ist für Unternehmen ein effektives Mittel zur Lohnkostensenkung und Nettolohnoptimierung.

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Steuerfreie Nutzung des Sachbezugs

Beim Mobilitätsbudget können Unternehmen mit einem Arbeitgeberzuschuss von steuerlichen Vorteilen profitieren. Die Sachbezugsoption ermöglicht es Unternehmen, die Gehaltserhöhungen für Mobilitätsbudgets steuerlich abzusetzen und somit finanzielle Vorteile zu erzielen. Sachzuwendungen an Mitarbeitende sind bis zu einem monatlichen Betrag von 50 Euro steuerfrei.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer sparen dank steuerlicher Vorteile

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmende können mit einem Mobilitätsbudget Steuervorteile nutzen. So können Arbeitgeber mit einem Arbeitnehmer Zuschuss im Vergleich zu einer Gehaltserhöhung Lohnnebenkosten sparen.

Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind steuerfrei und auch die Nutzung des Fahrrads wird steuerlich begünstigt. So können Unternehmen die Nutzung nachhaltiger Mobilität fördern und gleichzeitig Kosten reduzieren.

Fazit: Bessere Entscheidungen für dein Unternehmen und deine Mitarbeitenden

Die Bereitstellung von Mobilitätsbudgets als Alternative zur Gehaltserhöhung oder Gehaltsumwandlung kann dein Unternehmen wettbewerbsfähiger machen und gleichzeitig die Zufriedenheit deiner Mitarbeitenden steigern. Das Mobilitätsbudget ist ein innovativer Mitarbeiterbenefit, der Flexibilität, Nachhaltigkeit und finanzielle Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende bietet.

Um die besten Ergebnisse zu erzielen, ist es ratsam, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen und sicherzustellen, dass alle rechtlichen Anforderungen erfüllt sind.

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Das Mobilitätsbudget befindet sich im Entwurf des Jahressteuergesetz 2024.

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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