Corporate Benefits 2026: Ideen & Tipps für moderne Mitarbeiterangebote

Corporate Benefits sind eine der wirksamsten Maßnahmen, um Mitarbeitende zu binden und gleichzeitig Kosten zu sparen. Viele davon sind teilweise oder vollständig steuerfrei – das macht sie deutlich attraktiver als eine normale Gehaltserhöhung.

Dieser Leitfaden zeigt HR-Managern und Benefit-Verantwortlichen, welche Corporate Benefits es gibt, wie sie steuerlich funktionieren, und welche 4 Ideen im 2026 besonders überzeugen – vom Mobilitätsbudget bis zum Deutschlandticket als Jobticket.

Zuletzt aktualisiert: 03.02.2026

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Das Wichtigste zu Corporate Benefits im Überblick

‍➡️ Corporate Benefits sind freiwillige Arbeitgeberleistungen zusätzlich zum Gehalt - und teilweise auch steuerfrei möglich.

➡️ Benefits-Angebote sind bei Mitarbeitern besonders beliebt, wenn Unternehmen sie auf individuelle Bedürfnisse zuschneiden.

‍➡️ Gesundheit, Finanzen, Mobilität, Weiterbildung, Familie und viele mehr -Corporate Benefits gibt es für fast alle Lebensbereiche.

‍➡️ Die Corporate Benefits Kosten sind im Vergleich zum Zeit- und Ressourcenaufwand gering.


Blogartikel

Was sind Corporate Benefits?

Corporate Benefits – auch Mitarbeitervorteile, Mitarbeiterangebote oder Mitarbeiter-Benefits genannt – sind freiwillige Vergünstigungen und Leistungen, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden zusätzlich zum Gehalt gewähren. Diese Mitarbeiterangebote stellen meist einen Teil des Gesamtpakets der Mitarbeitervergütung und -motivation dar und sollen die Zufriedenheit, das Wohlbefinden und die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen fördern.

Benefits für Mitarbeiter sind unterschiedlich ausgestaltet und decken verschiedene Lebensbereiche der Mitarbeitenden ab, darunter die Bereiche Gesundheit, Rente, Arbeitszeiten, Schulungen, Essen, Kinderbetreuung oder Mobilität.

Indem Arbeitgeber attraktive Corporate Benefits oder steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse anbieten, können sie die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern sowie aktuelle Mitarbeitende an das Unternehmen binden und im Recruiting zukünftige Mitarbeitende von sich überzeugen.

Warum Unternehmen Mitarbeiter-Benefits anbieten

Neben den Mitarbeitenden profitieren auch die Firmen selbst von dem Angebot an Corporate Benefits:

Wettbewerbsvorteil am Arbeitsmarkt: In einem angespannten Arbeitsmarkt werden Corporate Benefits zu einem entscheidenden Faktor bei der Personalgewinnung. Unternehmen mit attraktiven Benefit-Paketen werden von Talenten bevorzugt gegenüber den Arbeitgebern, die nur auf Gehalt setzen.

Motivation und Produktivität: Gut gewählte Benefits zeigen Mitarbeitenden, dass das Unternehmen in ihr Wohlbefinden investiert. Das erhöht die Zufriedenheit und damit auch die Leistungsbereitschaft im Arbeitsalltag.

Mitarbeiterbindung stärken: Unternehmen mit einem starken Benefit-Programm haben eine spürbar niedrigere Fluktuation. Das spart erhebliche Kosten für Recruiting und Einarbeitung neuer Mitarbeiter.

Finanzielle Vorteile durch Steueroptimierung: Viele Corporate Benefits sind bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei – zum Beispiel der 50-Euro-Sachbezug oder der ÖPNV-Zuschuss. Das bedeutet: Mehr Wert für den Mitarbeitenden, weniger Kosten für das Unternehmen als bei einer gleichwertigen Gehaltserhöhung.

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Welche Corporate Benefits für Mitarbeiter gibt es?

Es gibt viele Bereiche im Leben für die Firmen Benefits, Mitarbeiterangebote und Vergünstigungen bereitstellen können, um so ihre Mitarbeitenden zu unterstützen. Dabei sollten Unternehmen stets die individuellen Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitarbeitenden im Auge behalten, um den bestmöglichen Effekt zu erzielen. Anhand von beispielsweise Mitarbeiterbefragungen zum Thema Benefits können Arbeitgeber die Wünsche ihrer Angestellten feststellen.

In folgenden Lebensbereichen können Unternehmen ihre Mitarbeitenden unterstützen, inklusive Benefits Beispiele:

  • Gesundheit: z.B. Zuschuss für Sport- und Fitnessangebote, Fitness- und Gesundheits-Apps
  • Work-Life-Balance: z.B. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Remote Work, Sabbatical
  • Mobilität: Dienstwagen, Mobilitätszuschuss, z.B. Deutschlandticket als Jobticket, Dienstrad, Mobilitätsbudget
  • Familie: z.B. Kita-Zuschuss, betriebliche Kinderbetreuung
  • Weiterbildung: z.B. Fortbildungen, Coaching, Sprachkurse
  • Unterhaltung: z.B. Firmenevents, Teamevents, Tischkicker
  • Vorsorge: z.B. Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen
  • Ernährung: z.B. kostenlose Snacks und Getränke, digitale Essensmarken, Essenszuschuss
  • Technische Ausstattung: z.B. Smartphones, Laptops oder Tablets – als Leihgabe, die im Betriebseigentum bleibt, oder als Geschenk
  • Finanzen: z.B. Weihnachts- und Urlaubsgeld, Prämien, Boni

Von diesen Kategorien sind Mobilität, Ernährung und Gesundheit steuerlich besonders interessant – weil sie sich über den steuerfreien Sachbezug bis zu 50 € im Monat abdecken lassen. Das Deutschlandticket als Jobticket kann darüber hinaus unbegrenzt steuerfrei angeboten werden.

In der Praxis kommen nicht alle dieser Angebote bei jedem Kollegen gleichermaßen an. Für ältere und kinderlose Mitarbeitende ist beispielsweise eine kostenlose Kinderbetreuung uninteressant. Ein Arbeitgeberzuschuss für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder Sportverein hat nur einen Sinn, wenn alle Sportarten damit abgedeckt sind, andernfalls fühlen sich manche Mitarbeitende nicht angesprochen. Für Personalverantwortliche und Benefits Manager ist es deshalb wichtig, einen Mitarbeiterbenefit zu finden, der demokratisch ist und von dem alle im Team etwas haben.

Corporate Benefits: Die besten Mitarbeiterangebote in 2026

Corporate Benefits: Steuerliche Behandlung

Corporate Benefits sind freiwillige Arbeitgeberzuschüsse zusätzlich zum Gehalt. Ist dieser Arbeitnehmer Zuschuss keine direkte finanzielle Zahlung, spricht man von Sachzuwendungen. Diese Sachzuwendungen, auch Sachbezüge genannt, sind bis zu einer Freigrenze in Höhe von 50 Euro steuerfrei. Bei Beträgen darüber hinaus gilt für den gesamten Betrag eine Pauschalversteuerung. Als Sachbezüge gelten alle Benefits, die Arbeitgeber unentgeltlich und zusätzlich zum Gehalt gewähren. Beliebte Benefits für Mitarbeiter Beispiele:

  • Guthabenkarten
  • Warengutscheine
  • Mobilitätsbudget
  • Mitgliedschaften im Fitnessstudio

Geldwerter Vorteil bei Corporate Benefits

Neben Waren und Dienstleistungen zählen zu den Corporate Benefits auch beispielsweise Dienstwagen. Verwenden Mitarbeitende diesen privat, entsteht ein geldwerter Vorteil, den sie versteuern müssen. Das gilt übrigens auch für S-Pedelecs - E-Bikes, die schneller als 25 km/h fahren - nicht jedoch für andere E-Bikes und klassische Fahrräder, die über ein Bikeleasing als Dienstfahrrad dem Mitarbeitenden steuerfrei überlassen werden können.

Sachgeschenke zu persönlichen Anlässen, wie zum Geburtstag, zur Hochzeit oder Geburt eines Kindes, fallen nicht unter die 50-Euro-Grenze und können zusätzlich angeboten werden. Sie sind bis zu maximal 60 Euro steuerfrei.

Steuerliche Behandlung: Das gibt es bei Corporate Benefits außerdem zu beachten:

  • Personalrabatte auf eigene Waren oder Dienstleistungen sind bis zu einem Betrag von 1.080 Euro im Jahr, was monatlich 90 Euro entspricht, steuerfrei.
  • Jobtickets und ÖPNV-Zuschüsse sind für Mitarbeitende steuerfrei, wenn sie zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden. Dies gilt auch für das Deutschlandticket.
  • Für das Überlassen von technische Geräten wie Smartphones fallen keine Abgaben an, wenn diese in Firmenbesitz bleiben. Wenn Arbeitgeber die Geräte an Mitarbeitende verschenken, sind diese pauschal mit 25 Prozent des Warenwerts zu versteuern.
  • Von der Krankenkasse anerkannte Gesundheitsleistungen können Arbeitgeber steuerfrei bezahlen, wenn sie einen Wert von insgesamt 500 Euro nicht übersteigen.
  • Betriebliche Kinderbetreuung können Unternehmen mit maximal 600 Euro steuerfrei fördern.

Corporate Benefits Kosten

Einer der Vorteile von Corporate Benefits gegenüber einer Gehaltserhöhung ist, dass für Sachbezüge je nach Höhe oft keine oder nur geringe Steuern anfallen. Das folgende Beispiel zeigt das Einsparpotential für Unternehmen.

Beispielrechnung: Mobilitätsbudget als steuerfreier Sachbezug vs. Gehaltserhöhung

  • Gewähren Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden einen monatlichen Sachbezug in Höhe von 50 €, z.B. ein Mobilitätsbudget, erhalten sie dadurch jährlich eine Ersparnis von 758,52 € bei den Corporate Benefits Kosten im Vergleich zu einer entsprechenden Gehaltserhöhung bzw. einem Barzuschuss.
Mobilitätsbudget Vergleich

Steuerfreier Sachbezug

vs. individuell versteuerte Gehaltserhöhung

✔️ Benefit für Mitarbeiter: 50 € Netto
Bruttogehalt (vorher) Klassische Gehaltserhöhung Erhöhung mit Mobilitätsbudget
Bruttogehalt 4.000,00 € 4.097,90 € 4.000,00 €
Arbeitgeberkosten 4.822,71 € 4.935,92 € 4.872,71 €
Mobilitätsbudget 0,00 € 0,00 € 50,00 €
Nettogehalt Arbeitnehmer 2.604,80 € 2.654,80 € 2.654,80 €
Jährliche Ersparnis für Arbeitgeber: 758,52 €
Annahmen: Bruttogehalt: 4.000 €, Steuerklasse 1, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Bayern, Jahr 2024
Hinweis: NAVIT übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben.

Selbstverständlich können weitere Kosten für den Corporate Benefits Anbieter anfallen, der die Verwaltung der Benefits für das Unternehmen übernimmt. Im Vergleich zum Ressourcen- und Zeitaufwand, den Unternehmen durch diese Dienstleistung sparen, sind die Anbieterkosten jedoch meist überschaubar.

Hinzu kommt: Auch wenn es Unternehmen zunächst Geld kostet, um Mitarbeitern Vorteile zu bieten, können sie langfristig ihre gesamten Personalkosten senken. Denn mit den passenden Mitarbeiterangeboten können Firmen die Zufriedenheit ihrer Beschäftigten erhöhen und so nicht nur die Leistungsbereitschaft, sondern auch die Mitarbeiterbindung steigern. Geringere Mitarbeiterfluktuation senkt die Kosten für die Anwerbung und Einarbeitung von Mitarbeitern und steigert die Produktivität. Mitarbeiterangebote wie Dienstrad, Fitnessgutscheine oder kostenlose Yogastunden o.ä. sorgen zudem für gesündere Mitarbeitende, was wiederum weniger Krankheitstage bedeutet.

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4 smarte Ideen für Mitarbeiter-Benefits in 2026

Arbeitgeber haben viele Möglichkeiten, ihren Arbeitnehmern Zuschüsse zu gewähren und sie beispielsweise mit Corporate Benefits zu unterstützen. Welche moderne Benefits für Mitarbeiter sind wirklich attraktiv?

Die folgenden vier Ideen sind nicht zufällig gewählt – sie ergänzen sich gegenseitig. Ein Mobilitätsbudget (Idee 1) kann das Deutschlandticket (Idee 2) oder ein Dienstrad (Idee 3) direkt finanzieren. Und flexible Arbeitszeiten (Idee 4) werden durch flexible Mobilität erst wirklich zu einem starken Paket.

Mitarbeiter Benefits Idee 1: Steuerfreies Mobilitätsbudget über den 50 Euro Sachbezug

Zu den beliebtesten Mitarbeiter Benefits Ideen gehört der 50 Euro Sachbezug. Denn damit können Firmen Benefits bieten, die komplett steuer- und abgabenfrei sind. Besonders attraktiv für Mitarbeitende ist hierbei das Angebot von steuerfreien Gutschein- oder Guthabenkarten, die je nach Anwendungsbereich flexibel bei verschiedenen Partnern eingelöst werden können.

Ein Bereich, der sich für Unternehmen besonders lohnt, ist die Mitarbeitermobilität. Mit einem Mobilitätsbudget als Mobilitätszuschuss können Arbeitgeber ihre Beschäftigten in ihrer persönlichen Mobilität finanziell entlasten und ihnen flexible Mobilitätsangebote ermöglichen, die den Bedürfnissen und individuellen Lebenslagen der Mitarbeitenden entgegenkommen.

Das Mobilitätsbudget wird idealerweise als Gehaltsextra gewährt – also zusätzlich zum Gehalt, nicht durch Gehaltsumwandlung. Nur dann gilt die volle Steuerfreiheit bis zu 50 € über den Sachbezug. Bei einer Gehaltsumwandlung fällen hingegen Lohnsteuer und Sozialabgaben an.

Beispiele aus der Praxis: apoBank, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank mit über 2.500 Mitarbeitenden, erreicht mit einem Mobilitätsbudget eine Nutzungsrate von 95 % – bei nur ca. 1 Stunde monatlichem Aufwand für die Verwaltung des Benefits. Auch Babbel, die weltweit führende Sprachlernplattform, hat mit dem NAVIT Mobilitätsbudget eine Nutzungsrate von 95 % erzielt und gleichzeitig 60 % an Verwaltungsaufwand eingespart.

Mitarbeiter Benefits Idee 2: Deutschlandticket als Jobticket

Seit Mai 2023 gibt es das Deutschlandticket, welches die deutschlandweite und unbegrenzte Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel für einen monatlichen Festpreis ermöglicht. Mit einem Preis von 49 Euro gestartet, kostet das Deutschlandticket seit Januar 2026 mittlerweile 63 Euro.

Für Arbeitgeber bietet das Deutschlandticket dennoch eine attraktive Option: Es kann als Jobticket steuerfrei und vergünstigt zur Verfügung gestellt werden. Bei einem Arbeitgeberzuschuss von mindestens 25 % des Ticketpreises gibt es einen staatlichen Rabatt von 5 %. Das senkt den Jobticket-Preis auf 59,85 € – was Mitarbeitenden gegenüber einem selbst gekauften Ticket spürbar günstiger ist.

Das Deutschlandticket ist somit eines der nachhaltigen Mitarbeiter-Benefits, welches die Mitarbeitenden spürbar entlastet. Über eine Split-Zahl-Funktion, wie NAVIT sie anbietet, können Arbeitgeber ihren eigenen Zuschuss zum Ticket flexibel gestalten und anpassen.

Beispiel aus der Praxis: Deloitte Deutschland bietet über 14.000 Mitarbeitenden an 16 Standorten das Deutschlandticket über NAVIT an – mit einer Nutzungsrate von über 80 % und einem konsolidierten Payroll-Report für alle Standorte.

Benefits für Mitarbeiter - Aufteilung in zwei Kategorien

So können Arbeitgeber das Deutschlandticket als steuerfreien Benefit anbieten

Über den Sachbezug

Der Arbeitgeber kauft das Deutschlandticket und stellt es seinen Mitarbeitenden als Jobticket über den 50 Euro Sachbezug zur Verfügung. Für Arbeitgeber finanziell attraktiv: Wenn sie mindestens 25% der Ticketkosten übernehmen, gewährt der Staat auf den Ticketpreis einen Rabatt von 5%. Das Deutschlandticket als Jobticket ist damit für Mitarbeitende mindestens 30% günstiger.


Zu beachten: In diesem Fall können keine weiteren Sachbezüge angeboten werden, da sonst die Freigrenze von 50 Euro überschritten wird.

Über den ÖPNV-Zuschuss

Mitarbeitende kaufen das Deutschlandticket und erhalten eine Erstattung vom Arbeitgeber über die nächste Gehaltsabrechnung. Hierbei wird das Jobticket über den ÖPNV-Zuschuss erstattet, der seit 2019 für Arbeitgeber und Arbeitnehmer steuerfrei ist. Bei dieser Variante kann der 50 Euro Sachbezug zusätzlich steuerfrei angeboten werden.


Zu beachten: Mitarbeitende gehen hier in Vorleistung und müssen den Ticketbeleg beim Arbeitgeber einreichen, damit dieser den Beleg für eine Erstattung prüfen kann.

Mitarbeiter Benefits Idee 3: Companybikes als nachhaltige Mitarbeiter Benefits

Fahrradfahren fördert nicht nur die Gesundheit, sondern schützt gleichzeitig die Umwelt und das Klima. Immer mehr Menschen steigen deshalb für ihren Arbeitsweg auf das Rad um. Besonders beliebt sind in den letzten Jahren E-Bikes geworden, die allerdings nicht immer günstig zu haben sind.

Da wird das Dienstrad-Leasing als nachhaltiger Mitarbeiter Benefit interessant. Seit Anfang 2019 haben Arbeitgeber die Möglichkeit ihren Mitarbeitenden ein Dienstfahrrad steuerfrei zur Verfügung zu stellen.

Tipp: Dienstrad-Benefits lassen sich über ein Mobilitätsbudget direkt finanzieren – und bieten so eine Lösung aus einem Guss.

Benefits für Mitarbeiter - Aufteilung in zwei Kategorien

Arbeitgeber haben beim Dienstfahrrad folgende Möglichkeiten

Dienstfahrrad als Gehaltsextra

Der Arbeitgeber kauft, mietet oder least das Fahrrad für seine Mitarbeitenden zusätzlich zum Gehalt. In einer Nutzungsüberlassung wird die genaue Verteilung der Kosten zwischen Arbeitgeber und Beschäftigtem geregelt. Als Zusatz zum Gehalt ist das Dienstfahrrad für Mitarbeitende komplett steuer- und sozialabgabenfrei.

Dienstfahrrad über Gehaltsumwandlung

Die Mitarbeitenden mieten oder leasen das Fahrrad über eine Gehaltsumwandlung. Die zu zahlende Rate wird dabei direkt vom Bruttolohn abgezogen. Wie beim Gehalt auch fallen hier Lohnsteuer- und Sozialversicherungsbeiträge an, die jedoch im Vergleich zur entsprechenden Lohnsumme geringer sind.

Mitarbeiter Benefits Idee 4: Flexible Arbeitszeitmodelle

Flexible Arbeitszeitmodelle – von Gleitzeit bis zur Vier-Tage-Woche – sind bei Mitarbeitenden unter den beliebtesten Benefits. Eine Umfrage der Job-Plattform Remote hat gezeigt, dass 75% der Mitarbeitenden in Deutschland flexible Arbeitszeiten anderen Benefits vorziehen.

Was dabei oft vergessen wird: Flexible Arbeitszeiten bedeuten auch wechselnde Pendelmuster. Ein Mobilitätsbudget, Dienstrad oder das Deutschland-Jobticket ergänzen flexible Arbeitsmodelle ideal – weil sie die Mobilität flexibel machen, egal wie oft und wie weit jemand ins Büro kommt.

Worauf Unternehmen bei Mitarbeiter-Benefits achten sollten

Unabhängig davon, welche Benefits Arbeitgeber anbieten, die Steuerfreigrenze für Sachbezüge pro Mitarbeitenden und Monat liegt bei 50 Euro (Stand: Januar 2026). Darüber hinaus fallen für die Leistungen Steuern an. Im Hinblick auf die steuerliche Behandlung gilt es weitere Aspekte zu beachten:

Benefit Kommentar
Dienstwagen/Dienstrad: Wird ein Dienstwagen auch für private Zwecke zur Verfügung gestellt, sind die privaten Fahrten als geldwerter Vorteil zu versteuern. Dasselbe gilt für E-Bikes als Dienstrad. Ein klassisches Jobrad hingegen ist zu 100 Prozent privat nutzbar, ohne dass Steuern für die Nutzung anfallen.
Fahrtkosten/Jobticket: Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Entsprechende Arbeitgeberzuschüsse müssen dabei zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden; eine Gehaltsumwandlung ist nicht möglich.
Essen/Trinken: Der Sachbezugswert für ein Mittag- oder Abendessen beträgt ab 2026 4,57 Euro pro Mitarbeitenden und Tag, für ein Frühstück sind es 2,37 Euro. Einzelne Mahlzeiten dürfen den Wert von 60 Euro nicht übersteigen. (Quellen: Sozialversicherungsentgeltverordnung 2026 / Bundesrat-Beschluss 19.12.2025)
Mitgliedschaft im Fitnessstudio: Arbeitgeber haben die Option, Mitgliedsbeiträge steuerfrei zu unterstützen oder zu übernehmen, vorausgesetzt, der Gesamtwert dieser Sachbezüge übersteigt nicht den festgesetzten Freibetrag von 50 Euro.
Kinderbetreuung: Der Zuschuss zu Betreuungskosten ist steuer- und sozialabgabenfrei und kann, je nach Stadt, bis zu 500 Euro im Monat betragen. Theoretisch kann der Arbeitgeber die Kosten damit komplett übernehmen.
Gesundheitsförderung: Mitarbeitende können pro Jahr gesundheitsfördernde Kurse im Wert von bis zu 600 Euro (entspricht 50 Euro im Monat) wahrnehmen, ohne dass Steuern anfallen. Durch die Krankenkasse zertifizierte Kurse können zudem steuerlich begünstigt werden.
Technik: Ein Gerät, das dem Arbeitgeber gehört, aber vom Mitarbeitenden privat genutzt werden darf, ist steuerfrei. Selbst bei privater Nutzung durch den Mitarbeitenden kann der Arbeitgeber die Kosten als Betriebsausgaben absetzen. Allerdings darf er dem Mitarbeitenden keine Geräte schenken, da sich sonst ein geldwerter Vorteil ergibt, der versteuert werden muss.

Verwaltung und Nutzung vereinfachen: Welche Vorteile Benefits-Software bietet

Eine zunehmende Anzahl von Plattform-Anbietern ermöglicht es Unternehmen, Corporate Benefits digital zu verwalten. Diese Lösungen übernehmen die Verwaltung, entlasten das HR-Team und bieten Mitarbeitenden über eine einzige App Zugang zu einer breiten Auswahl an Benefits – ob Jobbike und Deutschlandticket oder auch Essenszuschüsse und Betreuungskosten. NAVIT ist ein solcher Anbieter, spezialisiert auf Mobilitätsbenefits mit über 100 Systemintegrationen. Zu den Multi-Benefits-Anbietern gehören aktuell unter anderem Belonio, Circula, Lofino, Probonio und Spendit. Sie bieten auch Benefits für Mobilität, wie z.B. das Deutschlandticket, sind in den Funktionen aber eingeschränkt.

Der Vorteil solcher Plattformen für Unternehmen: Firmen profitieren unter anderem davon, dass sie ihren Mitarbeitern innerhalb einer einzigen App schnell und einfach eine große Auswahl an Benefits bereitstellen können. Das sorgt für zufriedene Mitarbeiter und hält den Verwaltungsaufwand auf Unternehmensseite möglichst gering.

Suchen Firmen nach Anbietern, die gezielt auf ihre spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse in puncto Benefits und Mobilität eingehen können, haben sie dabei die Wahl zwischen Multi-Benefit- und Mobilitätsplattformen, die individuelle Mobilitätslösungen bieten. In unserem aktuellen Vergleich stellen wir beide Plattformtypen gegenüber und geben Tipps für Arbeitgeber, wie sie die richtige Plattform für Mobilitätsbenefits auswählen und umsetzen können.

Welche Benefits bieten Unternehmen in Deutschland an?

Wie Corporate Benefits in der Praxis aussehen, zeigen die Beispiele großer deutscher Unternehmen. Jedes große Unternehmen in Deutschland bietet mittlerweile Corporate Benefits an und hat ein eigenes Benefit-Programm mit verschiedenen Angeboten und Vergünstigungen, aus denen die Mitarbeitenden ihren persönlichen Benefit wählen können. Neben individuellen Benefits haben viele Firmen, etwa Siemens und die Deutsche Telekom, sich bei Plattformen wie Benefits.me und Corporate Benefits registriert, worüber Mitarbeitende Zugang zu über 8.700 speziellen Angeboten und Rabattaktionen erhalten.

Deutsche Telekom bietet neben dem Jobticket auch E-Bike-Leasing und Car Sharing an – eine breite Mobilitäts-Palette. Siemens setzt auf Flexibilität: Sabbaticals, Schnupper-Teilzeit und flexible Arbeitszeiten sind bei ihnen Standard. BMW und Mercedes nutzen Corporate-Benefits-Plattformen, über die Mitarbeitende exklusive Rabatte bei Top-Marken erhalten.

Besonders aufschlussreich: Deloitte Deutschland bietet seinen 14.000 Mitarbeitenden unter anderem das Deutschlandticket als Jobticket über NAVIT – mit einer Nutzungsrate von über 80 %.

Über die Hälfte aller deutschen DAX-Konzerne bieten mittlerweile das Deutschlandticket als Jobticket an – ein deutliches Signal für den Trend zu flexiblen, nachhaltigen Mobilitätsbenefits.

So entscheiden sich Unternehmen für die richtigen Mitarbeiterbenefits

Selbstverständlich können Unternehmen nicht sofort alle der genannten Ideen für moderne Mitarbeiter Benefit umsetzen. Für Arbeitgeber gilt es, individuell abzuwägen, welche Mitarbeiter Benefits Ideen wirklich zum Unternehmen und ihrem Team passen.

Mit dieser Vorgehensweise ist es für Unternehmen einfacher, sich für die richtigen Benefits für Mitarbeiter zu entscheiden:

  1. Bedarfsanalyse: Zunächst können Arbeitgeber eine Bedarfsanalyse durchführen, um die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitarbeitenden zu verstehen. Dafür eignen sich Mitarbeiterumfragen oder Feedbackgespräche. Wichtig dabei ist, die Vielfalt der Belegschaft und individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen.
  2. Budgetierung: Personalverantwortliche haben in der Regel ein begrenztes Budget. Sie müssen deshalb die Kosten und den Nutzen potenzieller Benefits abwägen und dafür sorgen, dass die ausgewählten Benefits einen angemessenen Mehrwert für Mitarbeitende bieten, ohne zu große finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen zu haben.
  3. Flexibilität und Individualisierung: Mitarbeitende haben unterschiedliche Bedürfnisse. Daher lohnt es sich, flexible Benefits anzubieten, die den individuellen Präferenzen gerecht werden.
  4. Kommunikation: Arbeitgeber sollten sicherstellen, die ausgewählten Mitarbeiterbenefits transparent und regelmäßig zu kommunizieren, um zu erreichen, dass alle im Team von den Benefits profitieren und davon Gebrauch machen.
  5. Flexible Anpassung: Auch moderne Corporate Benefits sollten stets überprüft werden. Deshalb sollten Unternehmen auf flexible Benefit-Angebote setzen, die jederzeit angepasst werden können.

Wo anfangen?

Wer Corporate Benefits erstmals einführen oder modernisieren möchte, empfiehlt sich folgende Reihenfolge: Erstens das Deutschlandticket als Jobticket – es ist schnell zu implementieren (bei NAVIT innerhalb einer Woche möglich), komplett steuerfrei und wird von der Mehrheit der DAX-Konzerne bereits angeboten. Zweitens ein Mobilitätsbudget über den 50-€-Sachbezug – es ist flexibel, steueroptimal und ergänzt das Deutschlandticket ideal. Drittens Dienstrad-Leasing – als nachhaltige Alternative für kürzere Strecken.

Ausblick: Was in 2026 wichtig wird

Flexibilität spielt in 2026 und darüber hinaus eine noch zentralere Rolle bei Mitarbeiterbenefits. Attraktive Vorteile für Mitarbeiter können hier die Vier-Tage-Woche, unbegrenzter Urlaub oder Workation sein. Bisher bieten nur wenige Unternehmen in Deutschland eine Vier-Tage-Woche an. Ein Blick in andere Länder zeigt jedoch, dass Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden gestatten, ihre Arbeitszeit von fünf auf vier Arbeitstage zu reduzieren, durchaus positive Erfahrungen damit machen, sodass sich dieser Trend voraussichtlich auch in Deutschland durchsetzen wird.  

Auch beim Gewähren von unbegrenztem, bezahltem Urlaub sind deutsche Firmen vorsichtig. Unternehmen befürchten hier, dass ihre Mitarbeitenden das Angebot ausnutzen. Umfragen belegen jedoch eher das Gegenteil: Beschäftigte mit einem unbegrenzten Urlaubsanspruch neigen dazu, im Schnitt weniger Urlaub zu nehmen als Beschäftigte mit einer begrenzten Anzahl an Urlaubstagen. Unternehmen sollten allerdings darauf achten, klare Regelungen zu definieren, damit die Produktivität des Unternehmens nicht leidet und die Aufgaben erledigt werden.

Neben Homeoffice und Remote Work liegt Workation bei Mitarbeitenden immer mehr im Trend: Dieses Arbeitsmodell ermöglicht es Mitarbeitenden, ortsunabhängig von überall auf der Welt zu arbeiten. Dieses Konzept setzt zwar ein großes Vertrauen voraus, sorgt dafür aber für große Zufriedenheit und psychisches Wohlbefinden bei den Mitarbeitenden.

Flexibilität ist Trumpf

In einer Arbeitswelt, in der Digitalisierung und Fachkräftemangel eine immer entscheidende Rolle spielen, sollten Unternehmen auf flexible und nachhaltige Corporate Benefits setzen, um für talentierte Mitarbeitende attraktiv zu bleiben. Arbeitnehmende legen immer mehr Wert auf Work-Life-Balance, persönliche Entwicklung und Wohlbefinden.

Hinzu kommt ein stärkeres Nachhaltigkeitsbewusstsein: vielen Fachkräften ist es wichtig, dass ihr Arbeitgeber nachhaltig ist. Hier können moderne Benefits für Mitarbeiter wie ein Mobilitätsbudget, Jobticket oder Dienstrad einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung potenzieller Mitarbeitenden in 2026 haben.

Was Arbeitgeber jetzt tun sollten

Hier sind 3 Tipps für eine effiziente Umsetzung von Corporate Benefits:

  • 1

    Steuerliche Vorteile nutzen: Arbeitgeber sollten sich intensiv mit den steuerlichen Aspekten von Corporate Benefits beschäftigen. Eine Möglichkeit: Der steuerfreie Sachbezug - wir erklären, wie das geht. Es ist zudem ratsam, sich durch einen erfahrenen Benefits-Anbieter oder Steuerberater unterstützen zu lassen, um die bestmöglichen steuerlichen Ersparnisse zu erzielen.

  • 2

    Flexibilität für Mitarbeitende bieten: Mitarbeitende wünschen sich zunehmend mehr Flexibilität in Bezug auf ihre Benefits. Das Mobilitätsbudget oder auch das Deutschlandticket sind hervorragende Optionen, um auf die Bedürfnisse nach flexibler, nachhaltiger Mobilität einzugehen. Unternehmen sollten ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, aus verschiedenen Benefits auszuwählen, um die Zufriedenheit und Bindung zu stärken.

  • 3

    Von Experten beraten lassen: Wenn es darum geht, die besten Lösungen für steuerfreie Zuschüsse oder maßgeschneiderte Benefits zu finden, ist die Zusammenarbeit mit einem Benefits-Partner wie NAVIT eine wertvolle Unterstützung. NAVIT bietet eine umfassende, flexible Lösung (VIDEO: NAVIT in 90 Sekunden), die es Unternehmen ermöglicht, Benefits effizient zu verwalten und optimal auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden abzustimmen.

Sie möchten mehr über steuerfreie Benefits und die Möglichkeiten im Bereich Mobilität erfahren? Dann besuchen Sie unsere Ressourcen oder kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne.

NEU! Split-Pay: NAVIT bietet Lösungen für alle Deutschlandjobticket-Modelle

Nahtlose Split-Zahlungen ermöglichen es den Unternehmen, das Ticket weiterhin steuerfrei über den 50€ Sachbezug und den ÖPNV-Zuschuss anzubieten.

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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