Corporate Benefits & Mitarbeiterangebote: 4 Ideen für moderne und nachhaltige Mitarbeiterbenefits 2024

Inhalt

Was sind Corporate Benefits?

Mitarbeiter-Benefits - auch Mitarbeitervorteile, Mitarbeiterangebote oder Corporate Benefits genannt - sind freiwillige Vergünstigungen und Leistungen, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden zusätzlich zum Gehalt gewähren. Diese Mitarbeiterangebote stellen meist einen Teil des Gesamtpakets der Mitarbeitervergütung und -motivation dar und sollen die Zufriedenheit, das Wohlbefinden und die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen fördern.

Benefits für Mitarbeiter sind unterschiedlich ausgestaltet und decken verschiedene Lebensbereiche der Mitarbeitenden ab, darunter die Bereiche Gesundheit, Rente, Arbeitszeiten, Schulungen, Essen, Kinderbetreuung oder Mobilität.

Indem Arbeitgeber attraktive Corporate Benefits anbieten, können sie die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern sowie aktuelle Mitarbeitende an das Unternehmen binden und im Recruiting zukünftige Mitarbeitende von sich überzeugen.

Warum Unternehmen Mitarbeiter-Benefits anbieten

Neben den Mitarbeitenden profitieren auch die Firmen selbst von dem Angebot an Corporate Benefits:

  • Benefits führen zu einem Wettbewerbsvorteil am Arbeitsmarkt
  • Benefits motivieren Arbeitnehmende und macht sie produktiver
  • Benefits stärken die Mitarbeiterbindung
  • Benefits bieten finanzielle Vorteile

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Diese Lebensbereiche ihrer Mitarbeitenden können Unternehmen mit Benefits unterstützen

Es gibt viele Bereiche im Leben, bei denen Firmen ihre Mitarbeitenden mit Benefits, Angeboten und Vergünstigungen unterstützen können. Dabei sollten die Unternehmen stets die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitarbeitenden im Auge behalten, um den bestmöglichen Effekt zu erzielen.

Anhand von beispielsweise Mitarbeiterbefragungen zum Thema Benefits können Arbeitgeber die Wünsche ihrer Angestellten abklären.

In folgenden Lebensbereichen können Unternehmen ihre Mitarbeitenden unterstützen:

  • Gesundheit: z.B. Zuschuss für Sport- und Fitnessangebote, Fitness- und Gesundheits-Apps
  • Work-Life-Balance: z.B. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Remote Work, Sabbatical
  • Mobilität: Mobilitätszuschuss, z.B. Deutschlandticket als Job-ticket, Dienstfahrrad, Mobilitätsbudget
  • Familie: z.B. Kita-Zuschuss, betriebliche Kinderbetreuung
  • Weiterbildung: z.B. Fortbildungen, Coaching, Sprachkurse
  • Unterhaltung: z.B. Firmenevents, Teamevents, Tischkicker
  • Vorsorge: z.B. Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen
  • Ernährung: z.B. Snacks und Getränke, digitale Essensmarken
  • Finanzen: z.B. Prämien, Boni

Welche Corporate Benefits für Mitarbeitende gibt es?

Was zählt alles zu Corporate Benefits? Grundsätzlich unterscheiden sich Zuwendungen an Mitarbeitende in Sach- und Geldbezüge. Dazu kommen soziale Leistungen wie flexible Arbeitszeiten oder eine betriebliche Kinderbetreuung. Diese Benefits können Firmen ihren Mitarbeitenden bieten:

  • Sachzuwendungen wie Jobtickets für den ÖPNV, Tankgutscheinde oder Einkaufsgutscheine
  • Personalrabatte, d.h. Rabatte auf unternehmenseigene Dienstleistungen und Waren
  • Dienstwagen, die auch privat genutzt werden können
  • Technische Ausstattung wie Smartphones, Laptops oder Tablets – als Leihgabe, die im Betriebseigentum bleibt, oder als Geschenk
  • Gesundheitsangebote im Unternehmen oder außerhalb, z.B. durch Zuschüsse für Fitnessstudios oder Sportvereine
  • Verpflegungszuschüsse oder kostenlose Angebote, etwa in Form von Snacks oder Obst im Büro
  • Weiterbildungen, Seminare und Coachings innerhalb oder außerhalb der Arbeitszeit
  • Finanzielle Anreize wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, Boni und Prämien für gute Leistungen

In der Praxis kommen nicht alle dieser Leistungen bei jedem Kollegen gleichermaßen an. Für ältere und kinderlose Mitarbeitende ist beispielsweise eine kostenlose Kinderbetreuung uninteressant. Ein Arbeitgeberzuschuss für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder Sportverein hat nur einen Sinn, wenn alle Sportarten damit abgedeckt sind, andernfalls fühlen sich manche Mitarbeitende nicht angesprochen. Für Personalverantwortliche und Benefits Manager ist es deshalb wichtig, einen Mitarbeiterbenefit zu finden, der demokratisch ist und von dem alle im Team etwas haben.

Was können Unternehmen ihren Mitarbeitenden steuerfrei zahlen?

Unabhängig von der Art der Mitarbeiterleistungen gilt: Der Arbeitgeberzuschuss ist eine steuerfreie Leistung durch den Arbeitgeber. Ist dieser Arbeitnehmer Zuschuss keine direkte finanzielle Zahlung, spricht man von Sachzuwendungen. Diese Sachzuwendungen, auch Sachbezüge genannt, sind bis zu einer Freigrenze in Höhe von 50 Euro steuerfrei. Bei Beträgen darüber hinaus gilt für den gesamten Betrag eine Pauschalversteuerung. Als Sachbezug gilt jeder Benefit, den der Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt gewährt:

  • Guthabenkarten
  • Warengutscheine
  • Mobilitätsbudget
  • Mitgliedschaften im Fitnessstudio

Neben Waren und Dienstleistungen fallen auch geldwerte Vorteile darunter wie beispielsweise ein Dienstwagen. Verwenden Mitarbeitende diesen privat, muss dieser geldwerte Vorteil versteuert werden. Das gilt im Übrigen auch für S-Pedelecs - E-Bikes, die schneller als 25 km/h fahren - nicht jedoch für andere E-Bikes und klassische Fahrräder, die über ein Bikeleasing als Dienstfahrrad dem Mitarbeitenden überlassen werden.

Sachgeschenke zu persönlichen Anlässen, wie zum Geburtstag, zur Hochzeit oder Geburt eines Kindes, fallen nicht unter die 50-Euro-Grenze und sind bis zu maximal 60 Euro steuerfrei.

Diese steuerlichen Regelungen gilt es außerdem zu beachten:

  • Personalrabatte auf eigene Waren oder Dienstleistungen sind bis zu einem Betrag von 1.080 Euro im Jahr, was monatlich 90 Euro entspricht, steuerfrei.
  • Jobtickets und ÖPNV-Zuschüsse sind für Mitarbeitende steuerfrei, wenn sie zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden.
  • Für das Überlassen von technische Geräte wie Smartphones fallen keine Abgaben an, wenn diese in Firmenbesitz bleiben. Wenn Arbeitgeber die Geräte an Mitarbeitende verschenken, sind diese pauschal mit 25 Prozent des Warenwerts zu versteuern.
  • Von der Krankenkasse anerkannte Gesundheitsleistungen können Arbeitgeber steuerfrei bezahlen, wenn sie einen Wert von insgesamt 500 Euro nicht übersteigen.
  • Betriebliche Kinderbetreuung können Unternehmen mit maximal 600 Euro steuerfrei fördern.

Corporate Benefits Kosten

Ein relevanter Vorteil von Mitarbeiter Benefits gegenüber einer Gehaltserhöhung ist, dass für Sachbezüge je nach Höhe oft keine oder nur geringe Steuern anfallen. Die folgenden zwei Beispiele zeigen das Einsparpotential für Unternehmen.

Beispielrechnung 1: Mobilitätsbudget als steuerfreier Sachbezug vs. Gehaltserhöhung

  • Gewähren Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden einen monatlichen Sachbezug in Höhe von 50€, z.B. ein Mobilitätsbudget, erhalten sie dadurch jährlich eine Ersparnis von 353,04€ im Vergleich zu einer entsprechenden Gehaltserhöhung bzw. einem Barzuschuss.

Bruttogehalt (vorher) Klassische Gehaltserhöhung Erhöhung mit Mobilitätsbudget
Bruttogehalt 4.000,00€ 4.077,15€ 4.000,00€
Arbeitgeberkosten 4.815,20€ 4.894,62€ 4.865,20€
Mobilitätsbudget 0,00€ 0,00€ 50,00€
Nettogehalt Arbeitnehmer 2.604,80€ 2.654,80€ 2.654,80€

Beispielrechnung 2: Pauschal versteuertes Mobilitätsbudget vs. individuell versteuerte Gehaltserhöhung

  • Gewähren Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden ein Mobilitätsbudget in Höhe von 100€, können sie es als Sachzuwendung pauschal versteuern und erhalten dadurch jährlich eine Ersparnis von 661,32€ im Vergleich zu einer entsprechenden Gehaltserhöhung bzw. einem Barzuschuss.

Bruttogehalt (vorher) Klassische Gehaltserhöhung Erhöhung mit Mobilitätsbudget
Bruttogehalt 4.000,00€ 4.187,00€ 4.000,00€
Arbeitgeberkosten 4.815,20€ 5.040,31€ 4.985,20€
Mobilitätsbudget 0,00€ 0,00€ 100,00€
Nettogehalt Arbeitnehmer 2.604,80€ 2.704,80€ 2.704,80€

(Annahmen für beide Beispiele: Bruttogehalt von 4.000€, Steuerklasse 1, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Bundesland: Bayern, Kalenderjahr 2024)

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4 Mitarbeiter Benefits Ideen für 2024

Arbeitgeber haben viele Möglichkeiten, ihren Arbeitnehmern Zuschüsse zu gewähren und sie beispielsweise mit Corporate Benefits zu unterstützen. Welche moderne Benefits sind für Mitarbeitende wirklich attraktiv?

Hier sind 4 Ideen für moderne Benefits für Mitarbeiter, mit denen Unternehmen überzeugen können:

Idee 1: Steuerfreies Mobilitätsbudget über den 50 Euro Sachbezug

Zu den beliebtesten Mitarbeiter Benefits Ideen gehört der 50 Euro Sachbezug. Denn damit können Unternehmen ihren Mitarbeitenden einen Benefit bieten, der komplett steuer- und abgabenfrei ist. Besonders attraktiv für Mitarbeitende ist hierbei das Angebot von steuerfreien Gutschein- oder Guthabenkarten, die je nach Anwendungsbereich flexibel bei verschiedenen Partnern eingelöst werden können.

Ein Bereich, der sich für Unternehmen besonders lohnt, ist die Mitarbeitermobilität. Mit einem Mobilitätsbudget als Mobilitätszuschuss können Arbeitgeber ihre Beschäftigten in ihrer persönlichen Mobilität finanziell entlasten und ihnen flexible Mobilitätsangebote ermöglichen, die den Bedürfnissen und individuellen Lebenslagen der Mitarbeitenden entgegenkommen.

Für diese Art des Mobilitätszuschusses müssen Arbeitgeber dabei diese steuerlichen Regelungen beim Sachbezug beachten.

Idee 2: Deutschlandticket als Jobticket

Seit Mai 2023 gibt es in Deutschland das 49-Euro-Ticket, welches die deutschlandweite und unbegrenzte Nutzung aller Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs für 49 Euro monatlich ermöglicht. Auch für Arbeitgeber bietet das Deutschlandticket eine attraktive Option: Das 49-Euro-Ticket kann als Jobticket steuerfrei und vergünstigt zur Verfügung gestellt werden und ist somit eines von nachhaltigen Mitarbeiter Benefits, welches die Mitarbeitenden spürbar entlastet.


So können Unternehmen das 49-Euro-Ticket als steuerfreien Benefit anbieten:

  • Abrechnung über den Sachbezug: Der Arbeitgeber kauft das 49-Euro-Ticket selbst und stellt es seinen Mitarbeitenden über den 50 Euro Sachbezug zur Verfügung. Besonders finanziell wird das für Arbeitgeber attraktiv, wenn sie mindestens 25% der Ticketkosten übernehmen, denn der Staat gewährt so auf den Ticketpreis einen Rabatt von 5% auf. Das Deutschlandticket als Jobticket ist damit für Mitarbeitende mindestens 30% günstiger und kostet so maximal 34,30 Euro.


Zu beachten
: In diesem Fall können keine weiteren Sachbezüge angeboten werden, da sonst die Freigrenze von 50 Euro überschritten wird.

  • Abrechnung über den ÖPNV-Zuschuss: Mitarbeitende kaufen das Deutschlandticket und erhalten eine Erstattung vom Arbeitgeber über die nächste Gehaltsabrechnung. Hierbei wird das Jobticket über den ÖPNV-Zuschuss erstattet, der seit 2019 für Arbeitgeber und Arbeitnehmende steuerfrei ist. Bei dieser Variante kann der 50 Euro Sachbezug zusätzlich steuerfrei angeboten werden.


Zu beachten
: Mitarbeitende gehen hier in Vorleistung und müssen den Ticketbeleg beim Arbeitgeber einreichen, damit dieser den Beleg für eine Erstattung prüfen kann.

Idee 3: Dienstrad als nachhaltiges Mitarbeiter Benefit

Fahrradfahren fördert nicht nur die Gesundheit, sondern schützt gleichzeitig die Umwelt und das Klima. Immer mehr Menschen steigen deshalb für ihren Arbeitsweg auf das Rad um. Besonders beliebt sind in den letzten Jahren E-Bikes geworden, die allerdings nicht ganz so günstig zu haben sind.

Da wird das Dienstrad-Leasing als nachhaltiger Mitarbeiter Benefit interessant. Seit Anfang 2019 haben Arbeitgeber die Möglichkeit ihren Mitarbeitenden ein Dienstfahrrad steuerfrei zur Verfügung zu stellen.

Für Arbeitgeber gibt es für das Dienstfahrrad folgende Möglichkeiten:

  1. Dienstfahrrad als Gehaltsextra: Der Arbeitgeber kauft, mietet oder least das Fahrrad für seine Mitarbeitenden zusätzlich zum Gehalt. In einer Nutzungsüberlassung wird die genaue Verteilung der Kosten zwischen Arbeitgeber und Beschäftigtem geregelt. Als Zusatz zum Gehalt ist das Dienstfahrrad für Mitarbeitende komplett steuer- und sozialabgabenfrei.
  2. Dienstfahrrad über Gehaltsumwandlung: Die Mitarbeitenden mieten oder leasen das Fahrrad über eine Gehaltsumwandlung. Die zu zahlende Rate wird dabei direkt vom Bruttolohn abgezogen. Wie beim Gehalt auch fallen hier Lohnsteuer- und Sozialversicherungsbeiträge an, die jedoch im Vergleich zur entsprechenden Lohnsumme geringer sind.

Idee 4: Flexible Arbeitszeitmodelle

Seit Jahren steigt bei Mitarbeitenden das Bedürfnis nach Flexibilität. Das erfordert ein Umdenken bei Unternehmen. Um dem gewachsenen Anspruch von Mitarbeitenden gerecht zu werden, können Unternehmen auf flexible Arbeitszeitmodelle bauen.

Eine Umfrage der Job-Plattform Remote hat gezeigt, dass 75% der Mitarbeitenden in Deutschland flexible Arbeitszeiten anderen Mitarbeiter Benefits Ideen gegenüber bevorzugen.

Der Vorteil von flexiblen Arbeitszeiten: Der Alltag lässt sich einfacher mit dem Beruf vereinbaren. Vor allem Mitarbeitende mit Kindern profitieren davon. Sie können ihre Arbeitszeiten so einrichten, dass mehr Zeit mit der Familie bleibt.

Arbeitgeber können mit diesen modernen Arbeitsmodellen flexible Arbeitszeiten ermöglichen:

  • Vertrauensarbeitszeit: Arbeitszeit komplett auf Vertrauensbasis ohne feste Kernarbeitszeiten.
  • Gleitzeit: Reduzierte Kernarbeitszeiten mit Anwesenheitspflicht plus eine flexible Gleitzeit mit freier Wahl über die Arbeitszeit.
  • Vier-Tage-Woche: Gleiches Gehalt wie bei einer 40-Stunden-Woche für eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden.
  • Homeoffice / Remote Work: Mobiler Arbeitsplatz ohne festen Sitz im Büro, auch Flex-Desk genannt, bei flexibler Arbeitszeiteinteilung.
  • Teamorientierte Arbeitszeit: Das Team teilt die wöchentliche Arbeitszeit gemeinsam unter Rücksichtnahme auf die individuellen Bedürfnisse auf.
  • Unbegrenzte Urlaubstage: Mitarbeitende können frei über die Anzahl der jährlichen Urlaubstage entscheiden.

Worauf Unternehmen bei Mitarbeiter-Benefits achten sollten

Unabhängig davon, welche Benefits Unternehmen ihren Mitarbeitenden anbieten, die Steuerfreigrenze für Sachbezüge pro Mitarbeitenden und Monat liegt bei 50 Euro. Darüber hinaus fallen für die Leistungen Steuern an. Zudem gilt es weitere Aspekte zu beachten:

Benefit Kommentar
Dienstwagen/Dienstrad: Stellst du Mitarbeitenden einen Dienstwagen auch für private Zwecke zur Verfügung, müssen sie die privaten Fahrten als geldwerten Vorteil versteuern. Dasselbe gilt für E-Bikes als Dienstrad. Ein klassisches Jobrad hingegen ist zu 100 Prozent privat nutzbar, ohne dass Steuern für die Nutzung anfallen.
Fahrtkosten/Jobticket: Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Entsprechende Arbeitgeberzuschüsse müssen dabei zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden; eine Gehaltsumwandlung ist nicht möglich.
Essen/Trinken: Der Sachbezugswert für ein Mittag- oder Abendessen liegt 2024 bei 4,13 Euro pro Mitarbeitenden und Tag, für ein Frühstück sind es 2,17 Euro. Einzelne Mahlzeiten dürfen den Wert von 60 Euro nicht übersteigen.
Mitgliedschaft im Fitnessstudio: Arbeitgeber haben die Option, Mitgliedsbeiträge steuerfrei zu unterstützen oder zu übernehmen, vorausgesetzt, der Gesamtwert dieser Sachbezüge übersteigt nicht den festgesetzten Freibetrag von 50 Euro.
Kinderbetreuung: Der Zuschuss zu Betreuungskosten ist steuer- und sozialabgabenfrei und kann, je nach Stadt, bis zu 500 Euro im Monat betragen. Theoretisch kann der Arbeitgeber die Kosten damit komplett übernehmen.
Gesundheitsförderung: Mitarbeitende können pro Jahr gesundheitsfördernde Kurse im Wert von bis zu 600 Euro (entspricht 50 Euro im Monat) wahrnehmen, ohne dass Steuern anfallen. Durch die Krankenkasse zertifizierte Kurse können zudem steuerlich begünstigt werden.
Technik: Ein Gerät, das dem Arbeitgeber gehört, aber vom Mitarbeitenden privat genutzt werden darf, ist steuerfrei. Selbst bei privater Nutzung durch den Mitarbeitenden kann der Arbeitgeber die Kosten als Betriebsausgaben absetzen. Allerdings darf er dem Mitarbeitenden keine Geräte schenken, da sich sonst ein geldwerter Vorteil ergibt, der versteuert werden muss.

So entscheiden sich Unternehmen für die richtigen Mitarbeiterbenefits

Selbstverständlich können Unternehmen nicht sofort alle der genannten Ideen für moderne Mitarbeiterbenefit umsetzen. Für Arbeitgeber gilt es, individuell abzuwägen, welche Mitarbeiter Benefits Ideen wirklich zum Unternehmen und ihrem Team passen.

Mit dieser Vorgehensweise ist es für Unternehmen einfacher, sich für die richtigen Benefits für Mitarbeitende zu entscheiden:

  1. Bedarfsanalyse: Zunächst können Arbeitgeber eine Bedarfsanalyse durchführen, um die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitarbeitenden zu verstehen. Dafür eignen sich Mitarbeiterumfragen oder Feedbackgespräche. Wichtig dabei ist, die Vielfalt der Belegschaft und individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen.
  2. Budgetierung: Personalverantwortliche haben in der Regel ein begrenztes Budget. Sie müssen deshalb die Kosten und den Nutzen potenzieller Benefits abwägen und dafür sorgen, dass die ausgewählten Benefits einen angemessenen Mehrwert für Mitarbeitende bieten, ohne zu große finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen zu haben.
  3. Flexibilität und Individualisierung: Mitarbeitende haben unterschiedliche Bedürfnisse. Daher lohnt es sich, flexible Benefits anzubieten, die den individuellen Präferenzen gerecht werden.
  4. Kommunikation: Arbeitgeber sollten sicherstellen, die ausgewählten Mitarbeiterbenefits transparent und regelmäßig zu kommunizieren, um zu erreichen, dass alle im Team von den Benefits profitieren und davon Gebrauch machen.
  5. Flexible Anpassung: Auch moderne Corporate Benefits sollten stets überprüft werden. Deshalb sollten Unternehmen auf flexible Benefit-Angebote setzen, die jederzeit angepasst werden können.

Verwaltung und Nutzung vereinfachen: Welche Vorteile Benefit-Softwares bieten

Ob Jobbike und Deutschlandticket oder auch Essenszuschüsse und Betreuungskosten: Die Verwaltung von Corporate Benefits sowie deren Nutzung lassen sich zunehmend digitalisieren. Eine immer größer werdende Anzahl von Anbietern von Software für Corporate Benefits wollen dies ermöglichen und den Unternehmen so den Verwaltungsaufwand nehmen. Zu den großen Anbietern von Corporate-Benefits-Plattformen gehören aktuell unter anderem Belonio, Circula, Lofino, Probonio und Spendit. Sie bieten auch Mitarbeiter Benefits für Mobilität.

Der Vorteil solcher Plattformen für Unternehmen: Firmen profitieren unter anderem davon, dass sie ihren Mitarbeitern innerhalb einer einzigen App schnell und einfach eine große Auswahl an Benefits bereitstellen können. Das sorgt für zufriedene Mitarbeiter und hält den Verwaltungsaufwand auf Unternehmensseite möglichst gering.

Mobilitätsplattform oder Multi-Benefit-Plattform? Benefits-Lösungen im Vergleich

Suchen Unternehmen nach Anbietern, die gezielt auf ihre spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse in puncto Benefits und Mobilität eingehen können, haben sie dabei die Wahl zwischen Multi-Benefit- und Mobilitätsplattformen, die individuelle Mobilitätslösungen bieten. In unserem aktuellen Vergleich stellen wir beide Plattformtypen gegenüber und geben Tipps für Arbeitgeber, wie sie die richtige Plattform für Mobilitätsbenefits auswählen und umsetzen können.

Fazit: Unternehmen sollten auf flexible und nachhaltige Mitarbeiter Benefits setzen

In einer Arbeitswelt, in der Digitalisierung und Fachkräftemangel eine immer entscheidende Rolle spielen, sollten Unternehmen auf flexible und nachhaltige Mitarbeiter Benefits setzen, um für talentierte Mitarbeitende attraktiv zu bleiben. Arbeitnehmende legen immer mehr Wert auf Work-Life-Balance, persönliche Entwicklung und Wohlbefinden.

Zudem kommt ein stärkeres Nachhaltigkeitsbewusstsein, vielen Fachkräften ist es wichtig, dass ihr Arbeitgeber nachhaltig ist. Hier können moderne Benefits für Mitarbeiter wie flexible Arbeitszeitmodelle oder nachhaltige Mobilitätsangebote wie ein Mobilitätsbudget, Jobticket oder Dienstrad einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung potenzieller Mitarbeitenden haben.

Ein Arbeitgeberzuschuss wie moderne Benefits verbessern zudem die Mitarbeiterbindung und -motivation. Bieten Unternehmen ihren Mitarbeitenden attraktive Benefits an, fühlen diese sich mehr wertgeschätzt und binden sich eher an das Unternehmen.

Das bedeutet auch, Mitarbeitende sind zufriedener, was deren Produktivität und Engagement für das Unternehmen erhöht. Das zahlt sich für das Unternehmen aus, denn damit lässt sich die Fluktuationsrate reduzieren und Kosten und Ressourceneinsatz für das Recruiting senken.

Arbeitgeber, die zeitgemäße und individuell zugeschnittene Leistungen für ihre Mitarbeiter bereitstellen, haben die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der Angestellte ihr volles Potenzial entfalten können.

Durch die Berücksichtigung der aktuellen Bedürfnisse und Erwartungen der Arbeitskräfte können Unternehmen eine starke und hochmotivierte Belegschaft aufbauen, die einen nachhaltigen Beitrag zum langfristigen Erfolg des Unternehmens leistet.

Das Mobilitätsbudget befindet sich im Entwurf des Jahressteuergesetz 2024.

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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