Viele Unternehmen, die ein Mobilitätsbudget einführen möchten, stoßen an einem bestimmten Punkt im internen Entscheidungsprozess auf dieselbe Situation: Der Betriebsrat muss einbezogen werden. Für HR-Manager bedeutet das nicht selten eine Verzögerung von zwei bis drei Monaten – manchmal auch das vorläufige Ende eines vielversprechenden Projekts.
Dabei ist die Betriebsratsbeteiligung kein Hindernis, sondern eine Chance. Wer den Prozess kennt, die richtigen Argumente parat hat und den Betriebsrat als Partner versteht, bringt das Mobilitätsbudget nicht nur durch – sondern sorgt für eine nachhaltigere Implementierung mit höherer Akzeptanz.
Das Mobilitätsbudget ist ein Mitarbeiterbenefit, der in der Regel für alle oder bestimmte Gruppen von Mitarbeitenden eingeführt wird. Nach dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) hat der Betriebsrat bei der Einführung von Leistungen, die das Arbeitsverhältnis oder die betriebliche Ordnung berühren, Mitbestimmungsrechte.
Hinweis: Die konkrete rechtliche Einordnung hängt immer vom Einzelfall ab. Für verbindliche Beratung empfehlen wir einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Phase 1: Interne Vorbereitung (Wochen 1–2)
Konzept intern fertigstellen: Zielgruppen, Budgethöhen, Mobilitätsoptionen, Steuermodelle. Je konkreter das Konzept, desto reibungsloser läuft die BR-Beteiligung.
Phase 2: Erstes Informationsgespräch mit dem BR (Woche 3)
Frühzeitig informieren – nicht erst wenn alles entschieden ist. Ein offenes Erstgespräch signalisiert Partnerschaft.
Phase 3: Unterlagen und Dokumentation (Wochen 3–4)
Bereitstellen: Beschreibung der Lösung, Datenschutzdokumentation (AVV, ISO-Zertifizierung), Entwurf der Mobilitätsrichtlinien, steuerliche Übersicht.
Phase 4: Verhandlung der Betriebsvereinbarung (Wochen 4–8)
Primäre Themen: Datenschutz, Gleichbehandlung, Budgethöhen, Nutzungsbedingungen. In gut vorbereiteten Projekten oft nur 2–4 Wochen.
Phase 5: Abschluss und Implementierung (Wochen 8–12)
Technische Einrichtung mit NAVIT in 1–4 Wochen möglich.
Praxiserfahrung: GetYourGuide implementierte NAVIT für 650 Mitarbeitende innerhalb eines Monats und erzielte 97 % Nutzungsrate.
"Werden Bewegungsprofile erstellt? Wer hat Zugriff auf die Daten?"
NAVIT speichert keine GPS-Daten oder Bewegungsprofile – nur Transaktionsdaten (vergleichbar Kreditkartenabrechnung). ISO/IEC 27001 zertifiziert, Datenspeicherung in Deutschland, AVV gemäß DSGVO. In der BV kann Leistungs-/Verhaltenskontrolle explizit ausgeschlossen werden.
"Warum bekommen manche mehr? Was ist mit Mitarbeitenden ohne Smartphone?"
Das Mobilitätsbudget ist das inklusivste Mobilitätsbenefit – funktioniert für alle unabhängig von Wohnort und Verkehrsmittelwahl. Im Gegensatz zum Dienstwagen für alle zugänglich. Mitarbeitende ohne Smartphone erhalten physische Karten.
"Ersetzt das Mobilitätsbudget das Jobticket oder den Dienstwagen?"
Das Mobilitätsbudget ist additiv, nicht subtraktiv. Das Deutschlandticket als Jobticket kann integriert und ergänzt werden. Bestehende Betriebsvereinbarungen bleiben bestehen.
"Ist das System zuverlässig? Was passiert bei technischen Problemen?"
Monatlicher HR-Aufwand ca. 1 Stunde (apoBank, Deloitte, GetYourGuide). 100+ Integrationen in HR- und Payroll-Systeme, vollautomatisierte Abrechnung.
"Wer haftet, wenn die steuerliche Behandlung falsch ist?"
Automatisierte Steuerkonformität: Sachbezug (§ 8 Abs. 2 S. 11 EStG, bis 50 € steuerfrei), ÖPNV-Zuschuss (§ 3 Nr. 15 EStG) und Pauschalbesteuerung (§ 37b EStG) werden automatisch korrekt zugeordnet.
Mit einem Mobilitätsbudget die Mobilitätsbedürfnisse aller Arbeitsmodelle flexibel abdecken und Kosten sparen.
Beratung buchen
Gut gestaltete Mobilitätsrichtlinien sind die Grundlage für eine reibungslose Betriebsvereinbarung.
Wer bekommt das Budget?
Grundsätzlich alle Mitarbeitenden oder definierte Gruppen. Differenzierungen nach Standort, Pendelentfernung, Beschäftigungsgrad oder Funktionsebene müssen sachlich begründbar sein.
Wie hoch ist das Budget?
Häufigste Rahmen: 30–150 € pro Monat. Steuerlich optimal: bis 50 € Sachbezug (§ 8 Abs. 2 EStG) + Deutschlandticket als Jobticket (§ 3 Nr. 15 EStG) = bis zu 105,10 € steuerfrei monatlich (Stand 2026).
Wofür darf das Budget genutzt werden?
Typische Kategorien: ÖPNV, Bahn, Sharing-Dienste, Taxi, Tanken, Laden. Je offener die Richtlinien, desto höher die Nutzungsrate (bis zu 97 % bei GetYourGuide).
Was passiert mit nicht genutztem Budget?
Mit NAVIT kann ungenutztes Budget auf den nächsten Monat übertragen werden.
Eine bewährte Gliederung für die Betriebsvereinbarung zum Mobilitätsbudget:
Frühzeitig und transparent kommunizieren
Informieren Sie den BR, bevor Entscheidungen getroffen sind. Ein BR, der frühzeitig eingebunden wird, sieht sich als Mitgestalter – nicht als Kontrollinstanz.
Den Mehrwert für Mitarbeitende in den Vordergrund stellen
Mehr Wahlfreiheit, echte finanzielle Entlastung, ein Benefit für jeden – nicht nur für Dienstwagenberechtigte.
Mit Zahlen argumentieren
Erfolgreiche Fallbeispiele zeigen den positiven ROI eines Mobilitätsbudgets. NAVIT hat viele Kunden, die das Mobilitätsbudget erfolgreich eingeführt haben, unter anderem apoBank (95 % Nutzungsrate, 90 % weniger Verwaltungsaufwand), Deloitte (über 80 % Nutzungsrate, ca. 1 Stunde monatlicher HR-Aufwand), Eurowings Digital (85 % Nutzungsrate).
Datenschutz proaktiv adressieren
Das Thema Datenschutz selbst auf den Tisch bringen – das schafft Vertrauen und zeigt, dass Bedenken ernst genommen werden.
Eine interne Präsentation vorbereiten
Eine Präsentationsvorlage sollte einen Überblick über die Lösung, Nutzen für Mitarbeitende, Datenschutzdokumentation, Richtlinien-Entwurf und Zeitplan geben.
apoBank – 95 % Nutzungsrate von Tag eins
Die apoBank führte NAVIT für über 2.500 Mitarbeitende ein: 95 % Nutzungsrate, 90 % weniger Verwaltungsaufwand. Die erfolgreiche Betriebsratsbeteiligung war der Grundstein für die hohe Akzeptanz.
Deloitte – 14.000 Mitarbeitende, ca. 1 Stunde monatlicher HR-Aufwand
Deloitte Deutschland führte das Deutschlandticket als Jobticket für 14.000 Mitarbeitende ein – in dieser Größenordnung nur möglich mit sorgfältiger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern.
persona service – Von der Pilotphase zu 200+ Standorten
Der führende Personaldienstleister persona service startete zunächst mit einem Piloten. Unter anderem auch dank einer erfolgreichen Betriebsratsbeteiligung kam dann der Rollout auf über 200 Standorte. Ergebnis: 80 % Adoptionsrate in einer komplexen Unternehmensstruktur.
GetYourGuide – Implementierung in einem Monat
GetYourGuide hat in Deutschland 650 Mitarbeitende. Sie erhalten das NAVIT Mobilitätsbudget. Ergebnis: Eine Nutzungsrate von 97 % und eine Implementierung in nur einem Monat. Die reibungslose interne Abstimmung war ein Schlüssel zum Erfolg.
Die Organisation der Mitarbeitermobilität kann herausfordernd sein. Wir sind der verlässliche Mobilitätspartner für Unternehmen wie persona service, Lufthansa, Flink, HelloFresh - mit 1000en von Nutzer:innen jeden Tag.
Beratung buchen
Die Betriebsratsbeteiligung beim Mobilitätsbudget ist kein bürokratisches Hindernis, sondern eine Investition in den langfristigen Erfolg des Projekts. Unternehmen, die diesen Schritt sorgfältig gehen, profitieren von deutlich höherer Mitarbeiterakzeptanz und einer stabileren rechtlichen Grundlage.
Die Praxis zeigt: Mit der richtigen Vorbereitung, transparenter Kommunikation und den richtigen Argumenten lässt sich die BR-Beteiligung in 4–8 Wochen abschließen. NAVIT unterstützt Sie dabei – von der Datenschutzdokumentation bis zur Teilnahme am BR-Meeting.
Bereit für den nächsten Schritt? Sprechen Sie mit einem NAVIT-Experten über Ihr Projekt. Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess – von der internen Vorbereitung bis zum erfolgreichen Go-live.
Nahtlose Split-Zahlungen ermöglichen es den Unternehmen, das Ticket weiterhin steuerfrei über den 50€ Sachbezug und den ÖPNV-Zuschuss anzubieten.

Wir beantworten Ihre Fragen gerne in einem unverbindlichen Beratungsgespräch und zeigen Ihnen, wie NAVIT hilft. Das erfahren Sie im Gespräch:
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