Mobilitätsbudget statt Dienstwagen - Überblick über die Firmenwagenalternative & Steuerregelungen

In Kürze

  • Auf den Punkt. Ein Mobilitätsbudget als Mitarbeiterbenefit ist die flexible Alternative zum Dienstwagen.
  • Beliebt bei jungen Fachkräften. Den meisten jungen Arbeitnehmer:innen sind Flexibilität und Freiheit bei der Verkehrsmittelwahl wichtiger als ein Statussymbol.
  • New Work. Flexible und hybride Arbeitsmodelle mit einer Mischung aus Bürotagen und Home-Office machen das Mobilitätsbudget für Mitarbeiter deutlich attraktiver - und auch für Unternehmen.
  • Größere Auswahl. Das Mobilitätsbudget für Mitarbeiter bietet Zugang zu allen Mobilitätsformen und Verkehrsmitteln anstatt nur eines zu besitzen. Wer ein Auto benötigt, kann mit dem Mobilitätsbudget auf Carsharing oder ein Auto-Abo zurückgreifen.

Inhalt


Weg vom Statussymbol, hin zu mehr Flexibilität

Über viele Jahrzehnte hinweg war ein eigener Dienstwagen für viele Angestellte eine beliebte Komponente des Gehalts.

Bietet das Unternehmen einen Dienstwagen an, schlagen Mitarbeiter:innen diesen nur selten aus. Allein in Deutschland gibt es derzeit rund fünf Millionen Firmenwagen. Jedoch gibt es gute Gründe, die Zahl der Dienstautos zu reduzieren bzw. als Unternehmen ganz auf Dienstwagen zu verzichten und stattdessen auf ein Mobilitätsbudget als Mitarbeiterbenefit zu setzen.

Wir erklären dir, welche Vorteile ein Mobilitätsbudget gegenüber dem Dienstwagen mit sich bringt und wie du den Wechsel in deinem Unternehmen umsetzen kannst.

Zwar ist ein eigener Dienstwagen für viele immer noch ein gern gesehenes Statussymbol, gerade bei älteren Arbeitnehmer:innen und in traditionellen Berufsgruppen.

Allerdings kommt es allmählich zu einem Umdenken, was insbesondere an den jungen Fachkräften liegt. Für die sind besonders zwei Faktoren im Hinblick auf ihre Mobilität entscheidend: Flexibilität und Freiheit. Sie möchten frei und individuell entscheiden, wie sie zur Arbeit kommen und wie sie privat mobil sind. Dabei möchten sie möglichst ungebunden bleiben. Das Verkehrsmittel wollen sie je nach Lebenssituation, Verkehrslage oder persönlicher Präferenz wählen.

Viele junge Menschen in Großstädten sind zudem ohnehin ganz ohne Führerschein aufgewachsen. Das Modell ‘Dienstwagen’ scheint für sie an seine Grenzen zu stoßen. Nicht zuletzt wegen mangelnden Parkplätzen und einem gewachsenen Klima- und Umweltbewusstsein. Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt ein ähnliches Bild: 96% der Menschen haben ihr Mobilitätsverhalten in den letzten Jahren grundlegend verändert. Die Gründe dafür sind vor allem das Klima, die Pandemie und steigende Kosten. Viele Menschen bevorzugen klimafreundlichere und kostengünstigere Mobilitätsalternativen.

Das Mobilitätsbudget stellt mit seinen flexiblen Einsatzmöglichkeiten indessen einen viel attraktiveren Benefit dar, welches beim Werben um Top-Fachkräfte für dich von Vorteil ist. Das Ziel eines Mobilitätsbudgets ist es, die urbane Mobilität für dich und dein Team zu vereinfachen.

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So kann der Umstieg gelingen

Der Umstieg von einer eigenen Flotte an Dienstwagen für dein Team hin zu einer großen Auswahl an Mobilitätsdiensten, die mit dem Mobilitätsbudget abgedeckt sind, bietet zahlreiche Vorteile.

Zum einen sind Firmenwagen äußerst kostspielig im Unterhalt, und diese Kosten summieren im Laufe des Jahres. Mit einem Mobilitätsbudget, dass deine Mitarbeiter:innen auch für Carsharing oder Mietwagen nutzen können, werden diese Kosten vom Mobilitätsanbieter gedeckt.

Ein Dienstwagen birgt ebenfalls ein erhöhtes Haftungsrisiko für dein Unternehmen, beim Carsharing fällt dieses Risiko deutlich kleiner aus.

Mit Carsharing über das Mobilitätsbudget zahlen deine Mitarbeiter:innen bzw. dein Unternehmen nur für die tatsächliche Nutzung der Autos und das in der Regel zu festen Tarifen. Wenn du deinen Mitarbeiter:innen einen festen Betrag an Mobilitätsguthaben pro Monat gewährst, zahlst du nur für das, was sie tatsächlich für ihre Fahrten in Anspruch nehmen.

Mobilitätsbudget als flexibles Mitarbeiterbenefit

Im Vergleich zum Dienstwagen wird die Abrechnung des Mobilitätsbudgets für dich und dein Team zum Kinderspiel.

Viele Unternehmen stellen ihren Angestellten im Rahmen der Mitarbeiterbenefits bereits Mobilitätsbudgets als Alternative oder als Ergänzung zum Dienstwagen zur Verfügung.

Denn ein Mobilitätsbudget für Mitarbeiter bietet mehr als „nur“ ein Jobticket oder „nur“ ein Dienstwagen: Deine Mitarbeiter:innen nutzen das Mobilitätsbudget auch für Mobilitätsalternativen wie Taxi, Mietwagen mit Fahrer (Ride), aber auch für Bike-, E-Scooter-, E-Moped- und Carsharing. Zudem lässt es sich mit ÖPNV-Angeboten oder Bike-Leasing kombinieren.

Unsicher, wie du die betriebliche Mobilitätsstrategie organisieren sollst?

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Vorteile des Mobilitätsbudgets gegenüber einem Dienstwagen

Es gibt beim Mobilitätsbudget Vorteile sowohl für Arbeitnehmende als auch für Arbeitgeber.

Mit einem Mobilitätsbudget können deine Mitarbeitenden ihre Verkehrsmittelwahl auf ihre Bedürfnisse abstimmen, egal ob sie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrdienste oder andere Arten der Mobilität benötigen. Diese Flexibilität kann insbesondere für Mitarbeitende, die häufig für die Arbeit unterwegs sind, von besonderem Vorteil sein.

Arbeitgeber können mit einem Mobilitätsbudget als Fahrtkostenzuschuss steuerfrei Kosten für die Mobilität ihrer Angestellten sparen und den Mitarbeitenden gleichzeitig eine zusätzliche finanzielle Sicherheit bieten.

Darüber hinaus kann ein Mobilitätsbudget dazu beitragen, die CO2-Emissionen des Unternehmens zu reduzieren, da es die Mitarbeiter:innen ermutigt, auf alternative und umweltfreundliche Transportmöglichkeiten statt auf ein Firmenfahrzeug zurückzugreifen.

Aus diesen Gründen kann ein Mobilitätsbudget für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:innen gleichermaßen attraktiv sein. Vor allem junge Mitarbeiter:innen wollen keinen Dienstwagen mehr besitzen. Stattdessen wollen sie flexibel zwischen den Verkehrsmitteln wechseln können.

Mit der S-Bahn oder einem Dienstrad zur Arbeit, abends mit dem Taxi vom Stammtisch mit den Kollegen nach Hause und mit einem Carsharing-Auto auf dem Weg ins Büro zur Kita oder nach Feierabend zum Einkaufen - das alles ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen.

Der Dienstwagen steht vielen Mitarbeiter:innen zu oft ungenutzt herum, mit häufigerem Arbeiten im Home-Office erst recht. Das hat auch das Umdenken in vielen Unternehmen verstärkt.

Eine flexible Alternative zum Firmenwagen bietet das Mobilitätsbudget. Dein Team kann das Guthaben für jede Mobilität ausgeben und auch deinem Unternehmen bietet es Vorteile.

Alle Vorteile auf einem Blick:

  • Durch das moderne Gehaltsextra wirst du als Arbeitgeber für Top-Talente attraktiver.
  • Deine Firma wird nachhaltiger und verbessert ihre CO2-Bilanz, was dein Unternehmen wiederum attraktiver für viele junge Fachkräfte macht.
  • Neben CO2-Emissionen spart dein Unternehmen auch Kosten, beispielsweise für Firmenparkplätze.
  • Mit dem Mobilitätsbudget als Sachzuwendung lassen sich zudem Steuern sparen. Bis zu 50 Euro im Monat sind steuerfrei. Beträge darüber hinaus werden lediglich mit 30% besteuert.
  • Die Krankheitstage deiner Mitarbeiter:innen sinken, wenn sie mit dem Rad statt mit dem Auto fahren.

Dem Mobilitätsbudget gehört die Zukunft der betrieblichen Mobilität.


Haftungsausschluss:

Wir machen darauf aufmerksam, dass das Benefits-information und unsere Webseite lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Steuer- oder Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt kann und soll eine individuelle und verbindliche Steuer- und Rechtsberatung, die auf Eure spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Alle angebotenen Informationen sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.


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Das Mobilitätsbudget befindet sich im Entwurf des Jahressteuergesetz 2024.

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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