Mobilitätsbudget & Betriebliches Mobilitätsmanagement: Förderung und Maßnahmen

In Kürze

  • Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) auf den Punkt gebracht: Das BMM ist ein Instrument, das eine umfassende Betrachtung der unternehmenseigenen Mobilität ermöglicht, um diese in Bezug auf Nachhaltigkeit und Kosten zu optimieren.
  • Aspekte des betrieblichen Mobilitätsmanagements: Das BMM umfasst verschiedene Aspekte wie das Fuhrpark- bzw. Flottenmanagement, Dienstreisen, externen Lieferverkehr und die Arbeitswege der Mitarbeitenden.
  • Mobilitätsbudget statt Dienstwagen: Der Trend geht in Richtung Mobilitätsbudget als zentrale Maßnahme des betrieblichen Mobilitätsmanagements. Es fördert maximale Flexibilität und Kosteneffizienz und entspricht den Wünschen der Mehrheit junger Arbeitnehmenden nach mehr Flexibilität, Freiheit und Nachhaltigkeit in ihrer persönlichen Mobilität.
  • Handlungsmöglichkeiten: Ein betriebliches Mobilitätsmanagement beschränkt sich nicht nur auf das Mobilitätsbudget. Dein Unternehmen kann darüber hinaus weitere Maßnahmen ergreifen, um die firmeneigene Mobilität zu optimieren und nachhaltiger sowie kosteneffizienter zu gestalten.

Inhalt

Die moderne Arbeitswelt erfordert ein ganzheitliches Verständnis von Mobilität

Über Jahrzehnte hinweg haben Unternehmen das Thema betriebliche Mobilität lediglich auf das Fuhrparkmanagement beschränkt – also die Beschaffung und Verwaltung von Dienstfahrzeugen.

In Großstädten boten manche Firmen ihren Angestellten möglicherweise ein Jobticket für den ÖPNV an. Doch sowohl das Fuhrparkmanagement als auch das Jobticket wurden stets isoliert betrachtet, ohne eine integrierte Mobilitätsplattform zu bilden.

Angesichts neuer Mobilitätsangebote, zunehmendem Verkehr in den Städten und sich wandelnden Bedürfnissen von Berufspendler:innen wird jedoch ein ganzheitlicher Blick auf das Thema Unternehmensmobilität immer wichtiger, wenn nicht sogar unverzichtbar.

In einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom gaben 96% der Menschen an, dass sich ihr Mobilitätsverhalten in den vergangenen Jahren grundlegend verändert hat. Rund die Hälfte gab an, dass der Klimaschutz dafür ausschlaggebend war, aber auch steigende Benzinpreise und der Wunsch nach kostengünstiger Fortbewegung waren für fast die Hälfte ein entscheidender Faktor. Zudem suchen mehr Menschen aufgrund von hybriden Arbeitsmodellen nach flexiblen Mobilitätsangeboten.

Das bedeutet: Betriebliche Mobilitätsmanagement Förderung ist unumgänglich, wenn man die gesamte Mobilität seiner Mitarbeiter:innen abbilden möchte.

Im Folgenden klären wir, was genau ein betriebliches Mobilitätsmanagement ist, wie es gestaltet werden kann und wie das Mobilitätsbudget darin integriert werden kann.

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Ob Rückkehr ins Büro, Home-Office oder hybrides Arbeiten: Mit einem Mobilitätsbudget die Mobilitätsbedürfnisse aller Arbeitsmodelle flexibel abdecken und Kosten sparen.

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Was ist ein betriebliches Mobilitätsmanagement?

In Zukunft wird es immer wichtiger, den unternehmenseigenen Verkehr hinsichtlich Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu reduzieren oder zu optimieren. Dabei kann das betriebliche Mobilitätsmanagement - kurz BMM - den Unternehmen helfen.

Ein hilfreiches Instrument für Unternehmen

Ein betriebliches Mobilitätsmanagement ist ein Tool, das Unternehmen dabei unterstützt, den verursachten Verkehr zu analysieren und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dadurch kann der CO2-Fußabdruck eines jeden Unternehmens spürbar verkleinert werden.

Das betriebliche Mobilitätsmanagement umfasst:

  • Fuhrpark- bzw. Flottenmanagement
  • Dienstreisen
  • Arbeitswege der Beschäftigten
  • Externer Lieferverkehr

Nutzen des betrieblichen Mobilitätsmanagements

Das betriebliche Mobilitätsmanagement hat zwei Hauptziele: Erstens, die Erreichbarkeit des Unternehmensstandorts mithilfe umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Fahrrad zu verbessern.

Zweitens, attraktive Angebote für Mitarbeiter:innen zu schaffen, insbesondere angesichts der wachsenden Bedeutung von Home- oder Flexoffice.

Immer mehr Mitarbeiter:innen möchten flexibel entscheiden, wie sie von A nach B gelangen – abhängig von Wetter, Tageszeit, Verkehrssituation, Entfernung oder persönlichem Befinden.

Ein festes Auto oder ein Dienstwagen ist nicht mehr für alle die ideale Lösung, vor allem bei ein bis zwei Bürotagen pro Woche. Daher sind flexible und multimodale Mobilitätsangebote gefragt.

Nachhaltigkeitsstrategie als Grundlage für Mobilitätsmanagement

Um das betriebliche Mobilitätsmanagement erfolgreich umzusetzen, ist eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie von entscheidender Bedeutung.

Diese Strategie sorgt dafür, dass verschiedene Maßnahmen ineinandergreifen und das Nachhaltigkeitsprofil des Unternehmens geschärft wird. Dies hat positive Auswirkungen auf die Kommunikation mit Mitarbeiter:innen, Kunden und Investoren.

Junge Fachkräfte, Geschäftspartner und potenzielle Investoren werden dadurch wissen, dass dein Unternehmen systematisch und kontinuierlich Potenziale erkennt, um klimafreundlicher und nachhaltiger zu agieren. Dein Unternehmen zeigt damit den Weg in eine zukunftsfähige Richtung.

Unsicher, wie du die betriebliche Mobilitätsstrategie organisieren sollst?

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Das Mobilitätsbudget als zentrale Maßnahme eines Betrieblichen Mobilitätsmanagements

Das Mobilitätsbudget als zentrales Element einer digitalen Mobilitätsplattform ist die ideale Lösung für das betriebliche Mobilitätsmanagement deines Unternehmens.

Indem du das Mobilitätsbudget als zentralen Baustein in deine digitale Mobilitätsplattform integrierst, schaffst du eine maßgeschneiderte Lösung für die Mobilitätsbedürfnisse deiner Mitarbeitenden. Das Budget ermöglicht maximale Flexibilität und Kostenkontrolle, während es gleichzeitig zu einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Unternehmensmobilität beiträgt.

Mit dem Mobilitätsbudget können deine Mitarbeitenden selbstbestimmt entscheiden, wie sie ihre Wege zurücklegen möchten – sei es mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad, Carsharing oder anderen Mobilitätsdiensten. Dadurch fördert das Mobilitätsbudget nicht nur die individuelle Zufriedenheit und Work-Life-Balance, sondern zeigt auch dein Engagement für eine nachhaltige Zukunft.

Setze das Mobilitätsbudget als Dreh- und Angelpunkt deines betrieblichen Mobilitätsmanagements ein und positioniere dein Unternehmen als Vorreiter in Sachen innovativer, flexibler und umweltbewusster Mobilitätslösungen.

Die Vorteile eines Mobilitätsbudgets für dein Unternehmen

  1. Maximal Flexibilität: Mit einem Mobilitätsbudget haben deine Mitarbeitenden Zugriff auf ein umfangreiches Angebot an Mobilitätsdiensten, darunter ÖPNV, Dienstrad, Carsharing, E-Roller und Taxi. Sie können das Budget nach Bedarf und persönlicher Präferenz einsetzen – unabhängig von Wetterlage oder Verkehrssituation.
  2. Individuelle Mobilität: Deine Mitarbeiter:innen schätzen die Freiheit, ihre Verkehrsmittelwahl individuell an ihren Bedarf und Vorlieben anzupassen. Ein Mobilitätsbudget ermöglicht genau das, ohne dass sie sich auf einen festen Dienstwagen festlegen müssen.
  3. Klimafreundliche Lösung: Das Mobilitätsbudget fördert die Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel und trägt zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei, indem die Pkw-Nutzung verringert wird.
  4. Platzsparend. Weniger private Pkw und Dienstwagen bedeuten auch weniger Nutzung von Straßen und Parkplätzen auf dem Firmengelände und in der Nachbarschaft. Ein Mobilitätsbudget spart somit Platz, der der Allgemeinheit zurückgegeben werden kann.
  5. Kosteneffizient: Das Mobilitätsbudget ermöglicht eine effizientere Nutzung knapper finanzieller Ressourcen, da die Kosten für die Anschaffung und den Unterhalt privater und dienstlicher Fahrzeuge reduziert werden. Zusätzlich profitieren ÖPNV- und Dienstrad-Angebote von steuerlichen Begünstigungen, was sie finanziell attraktiv für Unternehmen und Mitarbeitende macht.

    Zudem werden ÖPNV- und Dienstrad-Angebote steuerlich begünstigt. Das macht sie finanziell attraktiv für Unternehmen wie für Mitarbeitende.

Mit einem Mobilitätsbudget bietest du als Arbeitgeber deinen Mitarbeitenden eine Chance, das klassische Mobilitätsangebot von Dienstwagen und Jobticket zu erweitern und nachhaltige sowie multimodale Mobilitätsangebote zu nutzen.

Junge Talente bevorzugen zunehmend flexible und klimafreundliche Mobilitätslösungen sowohl für ihre berufliche als auch private Mobilität, nicht zuletzt aufgrund der Möglichkeit flexibler Homeoffice-Regelungen.

Als Arbeitgeber bietet dir dies die Chance, deinen Fuhrpark zu reduzieren, Kosten einzusparen, eine verbesserte CO2-Bilanz zu erreichen und die Attraktivität deines Unternehmens für Fachkräfte zu steigern. In diesem Zusammenhang ist ein Mobilitätsbudget die ideale Lösung, um dein betriebliches Mobilitätsmanagement zu fördern.

Betriebliche Mobilität mit einer ganzheitlichen Mobilitätsbudget-Plattform organisieren

Die NAVIT Mobilitätslösungen vereinen Aspekte eines integrierten betrieblichen Mobilitätsmanagements in eine Mobilitätsplattform und bewegen deine Teams nachhaltig und effizient.

  • Flexible und individuelle Nutzung von Mobilitätsangeboten mit der Mobilitätsbudget-Karte
  • Förderung von Bus und Bahn, z.B. mit dem Jobticket oder der Erstattung von ÖPNV-Tickets
  • Förderung des Fahrradverkehrs, z.B. mit dem Fahrrad-Leasing oder über den Zugang zu Bike-Sharingdiensten mit der NAVIT Karte
  • Steigerung der Effizienz im Fuhrpark, z.B. über Carsharingdienste mit der NAVIT Karte
  • Einführung von E-Mobilität, z.B. über E-Carsharing oder E-Scooter

Diese Beispiele zeigen dir, wie du mit den Mobilitätslösungen von NAVIT die firmeneigene Mobilität deines Unternehmens nachhaltiger gestalten kannst. Das kann allerdings erst der Anfang sein ein ganzheitliches und integratives betriebliches Mobilitätsmanagement in deinem Unternehmen zu etablieren.

Betriebliches Mobilitätsmanagement Maßnahmen


Maßnahmen eines betrieblichen Mobilitätsmanagements, die du darüber hinaus in deinem Unternehmen anstoßen kannst:

  • Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr oder eine Kooperation mit lokalen Verkehrsbetrieben
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität am Unternehmensstandort
  • Betriebsinterne Organisation, z.B. durch Ernennung eines Mobilitätsbeauftragten
  • Optimierung des Pkw-Verkehrs, z.B. durch Bildung von Fahrgemeinschaften
  • Förderung der Nahmobilität, z.B. durch die Aufwertung der Wege auf dem Betriebsgelände und im Umkreis, sowie durch Reduzierung von Parkplätzen
  • Fahrradförderung, z.B. durch das Einrichten von sicheren Stellplätzen, Umkleiden und Duschen
  • Erhöhung der Gamification, z.B. durch Sachpreise für die Mitarbeiter:innen, die langfristig am klimafreundlichsten zur Arbeit kommen

Jedes Unternehmen ist anders. Das bedeutet, eine Förderung des betrieblichen Mobilitätsmanagements ist individuell auf den Bedarf und die Bedürfnisse des Unternehmens und seiner Teams abgestimmt. Zusammen bilden die einzelnen Maßnahmen eine Strategie für die unternehmenseigene Mobilität. Eine Strategie, die auf Nachhaltigkeit und Flexibilität setzt und die Mitarbeiter:innen ins Zentrum stellt.

Das Mobilitätsbudget befindet sich im Entwurf des Jahressteuergesetz 2024.

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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