Das Jobticket ist eine Monats- oder Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel (Bus, Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, U-Bahn), die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden kostenlos oder vergünstigt zur Verfügung stellen. Voraussetzung für das Jobticket ist ein Rahmenvertrag zwischen dem Arbeitgeber und einem Verkehrsunternehmen.
Steuerliche Vorteile für Arbeitgeber:
Deutschlandticket als Jobticket (Stand 2026):
Seit Mai 2023 können Arbeitgeber das Deutschlandticket (63 €/Monat) als Jobticket anbieten. Bei mindestens 25 % Arbeitgeber-Zuschuss gibt es 5 % staatlichen Rabatt → der Preis sinkt auf 58,95 €. Mitarbeitende zahlen bei einem Arbeitgeberzuschuss von 25 % nur 44,10 € für das Deutschlandticket.
Beispiel-Rechnung:
Seit wann gibt es Jobtickets?
Jobtickets existieren seit den 1990er Jahren. Mit Einführung der Steuerfreiheit (§ 3 Nr. 15 EStG) im Januar 2019 wurde das Jobticket für Arbeitgeber deutlich attraktiver. Heute nutzen über 50 % der großen deutschen Unternehmen Jobtickets.
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Beratung buchenStellen Sie Ihren Mitarbeitenden ein Jobticket für die berufliche und private Mobilität zur Verfügung, leisten Sie als Arbeitgeber entweder einen ÖPNV-Zuschuss gemäß § 3 Nr. 15 EStG oder einen Sachbezug. Geschieht dies zusätzlich zum Gehalt ist dies steuer- und sozialversicherungsfrei – maximal bis in Höhe des Kaufpreises für das Ticket. Beispielsweise sind das beim Deutschlandticket derzeit 63 Euro. Wird der Zuschuss im Zuge einer Gehaltsumwandlung oder eines Gehaltsverzichts gewährt, ist dies steuerpflichtig.
Alternativ zur Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 15 EStG können Sie als Arbeitgeber die für das Jobticket gewährten Zuschüsse einheitlich für ein Kalenderjahr mit 25 % pauschal versteuern. Für den Mitarbeiter bleibt auch in diesem Fall der Zuschuss steuerfrei sowie sozialversicherungsfrei.
Wie unterscheidet sich das Jobticket zum Fahrtkostenzuschuss?
Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Fahrtkostenzuschuss und Jobticket. Wird der Fahrtkostenzuschuss für Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmittel verwendet, spricht man vom Jobticket. Wird der Fahrtkostenzuschuss hingegen für andere Verkehrsmittel genutzt, wie z.B. das eigene Fahrzeug, bleibt es beim Fahrtkostenzuschuss. Weitere Infos finden Sie dazu in unserem Guide zu Mobilitätsbenefits in Deutschland.
Gilt die Steuerfreiheit auch für Erstattungen von ÖPNV-Tickets?
Diese Steuerfreiheit gilt ebenfalls für Erstattungen, die Sie als Arbeitgeber Ihren Mitarbeitenden für entstandene Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel gewähren. Seit Januar 2019 ist der Arbeitgeberzuschuss zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln von der Steuer befreit (§ 3 Abs. 15 EStG). Grundsätzlich gilt die Steuerbefreiung nur für Fahrten zwischen deinem Zuhause und dem Arbeitsplatz, das heißt für deinen Arbeitsweg. Und auch nur, wenn der Zuschuss zusätzlich zum Gehalt gezahlt wird. Da es sich beim Jobticket allerdings um eine Monatskarte handelt, werden private Fahrten faktisch nicht ausgeschlossen.
Da das Jobticket in erster Linie darauf abzielt, es Unternehmen und ihren Angestellten zu ermöglichen mit dem ÖPNV zur Arbeit zu kommen, fällt es auch unter die Regelung der Steuerbefreiung, wenngleich es für berufliche wie für private Fahrten genutzt werden kann.
Das Jobticket bietet für Mitarbeitende praktische Vorteile, denn sie können das Ticket nicht nur für den Arbeitsweg, sondern auch für private Zwecke nutzen. In vielen Verkehrsverbünden können Ticketinhaber zudem in den Abendstunden oder am Wochenende weitere Personen ohne Aufpreis mitnehmen. Für Arbeitgeber bietet sich das Jobticket demnach als attraktives Benefit im Wettbewerb um Talente an.
Das sind die Jobticket Vorteile:
Mit der Einführung des Deutschlandtickets wurde dennoch klar, dass das Jobticket auch Nachteile hat. Jobticket Nachteile gegenüber dem Deutschlandticket sind:
Allerdings gibt es für viele Arbeitgeber inzwischen eine Lösung, diese Jobticket Nachteile zu vermeiden, denn sie können das Deutschlandticket auch als Jobticket erwerben.
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Beratung buchenZum 1. Mai 2023 ist das neue Deutschlandticket an den Start gegangen, mit dem Reisende und Pendler den gesamten öffentlichen Nah- und Regionalverkehr in Deutschland für einen monatlichen Fixpreis nutzen können. Anfangs noch für einen Preis von 49 Euro, seit Januar 2026 für 63 Euro im Monat.
Deutschlandticket als Jobticket: Was kostet es Arbeitgeber?
Das Deutschlandticket ist auch als Jobticket erhältlich. Arbeitgeber können das Deutschlandticket ihren Mitarbeitern als Jobticket anbieten. Sie zahlen dann für das Deutschland-Jobticket mindestens 25 % des Originalpreises (15,75 Euro bei 63 Euro) und erhalten dadurch einen fünf-prozentigen Rabatt. Für Arbeitnehmer reduziert sich der Preis auf maximal 44,10 Euro.
Je höher der Arbeitgeberzuschuss, desto attraktiver wird das Deutschland-Jobticket für den Arbeitnehmer. Bei voller Kostenübernahme zahlt der Arbeitgeber 59,85 Euro und der Arbeitnehmer nichts.
Weiterlesen: Für wen sich das Deutschlandticket lohnt
Für Unternehmen kann sich eine Kombination aus Jobticket und Mobilitätsbudget lohnen. Das bedeutet: Arbeitgeber geben ihren Mitarbeitenden ein Jobticket aus und gewähren ihnen zusätzlich ein monatliches Guthaben, welches sie für andere Mobilität ausgeben können. Beides zusammen lässt sich über eine digitale Mobilitätsplattform verwalten. So bleiben Mitarbeitenden flexibel und können beispielsweise ihren Weg zur Arbeit individuell besser auf die Verkehrslage, das Wetter oder ihre persönlichen Ansprüche abstimmen.
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Nahtlose Split-Zahlungen ermöglichen es den Unternehmen, das Ticket weiterhin steuerfrei über den 50€ Sachbezug und den ÖPNV-Zuschuss anzubieten.
