Deutschlandticket Update: Aktuelle Infos und Tipps zum 49-Euro-Ticket

Das Deutschlandticket Update: Hier gibt es aktuelle Infos und Tipps zum 49-Euro-Ticket. Diese Regelungen und Besonderheiten solltest du kennen.

Update

  • Keine Preiserhöhung in 2024: Der Preis für das Deutschlandticket bleibt 2024 stabil bei 49 Euro.
  • In den einzelnen Bundesländern gibt es Besonderheiten. Manche Bundesländer haben zudem eigene Angebote.
  • Zahl der Fahrgäste im Nahverkehr steigt durch Deutschlandticket um 16 Prozent.
  • Für Unternehmen und Mitarbeitende: Deutschlandticket auch in der NAVIT App erhältlich.

Aktuelle Infos und Tipps zum Deutschlandticket im Überblick

App oder Chipkarte: Wie und wo das Ticket erhältlich ist

Das 49-Euro-Ticket ist ein Monatsticket, dass den unbegrenzten Zugang zum öffentlichen Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland ermöglicht. Das Ticket soll ein digitales Angebot und ist damit ausschließlich als Handyticket per App oder als Chipkarte erhältlich.

So können Reisende das Deutschlandticket kaufen:

  • In der Deutschland-Ticket-App
  • Bei der Deutschen Bahn in der DB Navigator App oder auf der Webseite
  • An den Schaltern der Deutschen Bahn in den DB-Kundenzentren
  • Bei regionalen Verkehrsbetrieben in den entsprechenden Apps und online sowie in den Kundenzentren als Chipkarte

Unternehmen können ihren Mitarbeitenden das 49-Euro-Ticket als Jobticket sogar vergünstigt anbieten. Mitarbeitende erhalten das Deutschlandticket so auch über die NAVIT App.

Wo das 49-Euro-Ticket gültig ist

Das 49-Euro-Ticket gilt bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dazu zählen im städtischen Verkehr Linienbusse, Straßenbahnen und Tram, U- und S-Bahnen und im regionalen Verkehr Regionalbusse sowie Regionalzüge (Regionalbahn, Regional Express, Interregio Express). Zudem können mit dem Deutschlandticket Fähren benutzt werden, wenn diese zum ÖPNV gehören, wie zum Beispiel in Hamburg oder Berlin. Auch die Nutzung von Flughafen-Zubringerbussen, wie beispielsweise der Lufthansa Express Bus zum Münchner Flughafen, ist möglich.

 

Das Deutschlandticket gilt bundesweit in diesen Verkehrsmitteln:

  • Städtische und regionale Linienbusse
  • Straßenbahn oder Tram
  • Stadtbahn
  • S-Bahn
  • U-Bahn
  • Regionalexpress (RE)
  • Interregio-Express (IRE)
  • Regionalbahn (RB)
  • Nahverkehrszüge von privaten Bahnunternehmen
  • Bestimmte Fähren des ÖPNV (z.B. Hamburg, Berlin)

Das 49-Euro-Ticket im Fernverkehr

Das Deutschlandticket gilt grundsätzlich nur im Nah- und Regionalverkehr. Doch es gibt Ausnahmen. In diesen Zügen des Fernverkehrs können Reisende und Pendler:innen auch mit dem 49-Euro-Ticket mitfahren. 

Diese Ausnahmen gelten für einige IC- und ICE-Züge

Seit dem 24. November können Zugreisende das Deutschlandticket auf drei Fernverkehrsstrecken in Berlin und Brandenburg nutzen:

  • Berlin Hbf - Elsterwerda (IC)
  • Berlin Südkreuz - Prenzlau (ICE)
  • Potsdam Hbf - Cottbus (IC)

Bereits vorher wurde das Deutschlandticket auf diesen IC-Strecken akzeptiert:

  • Westerland (Sylt) – Niebüll (an Werktagen)
  • Bremen – Emden Außenhafen/Norddeich Mole
  • Rostock – Stralsund
  • Dortmund – Dillenburg
  • Erfurt – Gera
  • Dresden – Chemnitz
  • Stuttgart – Konstanz (Gäubahn)
  • Freilassing – Berchtesgaden

Für alle anderen Strecken im deutschen Fernverkehr gilt: Fahrgäste müssen ein separates Fernverkehrsticket kaufen. Es gibt für das 49-Euro-Ticket keine Upgrade-Funktion , die es ermöglicht den Fernverkehr zu nutzen. Hinzu kommt: Bei Verspätungen im Nah- oder Regionalverkehr gibt es keinen Anspruch auf die Nutzung von ICE-, IC- oder EC-Zügen. Wer in diesem Fall auf den Fernverkehr umsteigen möchte, muss die zusätzlichen Kosten selbst tragen.

Deutschlandticket: Das gilt für Nachtzug oder Flixtrain

Darüber hinaus ist das Deutschlandticket nicht für Fahrten mit ausländischen Bahnunternehmen, die in Deutschland verkehren, gültig. Darunter zählen unter anderem die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB), der TGV von SNCF, Thalys oder auch der Berlin Night Express der schwedischen Bahngesellschaft Snälltåget. Auch in allen anderen Nachtzügen ist das Deutschlandticket nicht gültig. Außerdem gilt das Ticket nicht im Flixbus und auch nicht im Flixtrain.

Mit dem Deutschlandticket ins Ausland

Wann das Deutschlandticket auch im Ausland gültig ist

Da die Tarifgrenzen zweier Staatsbahnen oft nicht auf den tatsächlichen Staatsgrenzen liegen, sondern an Bahnhöfen, ermöglicht das Deutschlandticket auch die Fahrt ins Ausland. Der Tarifschnittpunkt des deutschen Verkehrsverbunds befindet sich in vielen Fällen am ersten Bahnhof auf ausländischer Seite, dem Grenzbahnhof. Daher gilt der deutsche Tarif - und damit auch das 49-Euro-Ticket - bis zu dem entsprechenden Bahnhof im Nachbarland Deutschlands.

Auf den folgenden grenznahen Bahnstrecken in deutsche Nachbarländern kann das 49-Euro-Ticket genutzt werden:

Belgien: 

  • ASEAG-Linie 24 nach Kelmis

Dänemark:

  • RB66: Süderlügum - Tønder

Frankreich:

  • Elsass-Express: Mainz – Wissembourg
  • Weinstraßen-Express: Koblenz – Wissembourg
  • Linie S1 der Saarbahn: Saarbrücken – Saargemünd
  • Linie MS2 der Saarbahn: Saarloius – Creutzwald
  • Linie 184 der Saarbahn: Bous – Carling

Luxemburg: 

  • Bus 410 des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT): Bitburg – Luxemburg
  • Bus 455 des VRT: Bitburg – Vianden
  • Bus 460 des VRT: Gerolstein – Clervaux
  • Züge des VRT nach Luxemburg

Niederlande:

  • RE13: Hamm – Unna – Hagen – Wuppertal – Düsseldorf – Mönchengladbach – Viersen – Venlo
  • RE19: Düsseldorf Hbf – Duisburg – Oberhausen – Dinslaken – Wesel – Bocholt / Emmerich – Emmerich-Elten – Zevenaar – Arnheim
  • RB61: Osnabrück – Ibbenbüren – Rheine – Oldenzaal – Hengelo
  • SB58: Emmerich Bf – Nijmegen HAN
  • Außerdem gilt das D-Ticket in einigen Buslinien in die Niederlande

Österreich:

  • RE5 der Bayerischen Regiobahn (BRB): München – Salzburg
  • RB54 der BRB: München – Kufstein
  • S3 der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB): Freilassing – Salzburg
  • Außerfernbahn: Pfronten-Steinach – Vils – Reutte (Tirol) – Ehrwald – Griesenau

Polen:

  • RB23: Züssow – Swinoujscie Centrum (Swinemünde Zentrum)
  • RB65: Zittau – Hagenwerder
  • RE1: Dresden – Zgorzelec

Schweiz:

  • S6 der Schweizer Bundesbahnen (SBB): Zell (Wiesenthal) – Basel Bad
  • DB Regio: Weil am Rhein – Basel Bad
  • DB Regio: Erzingen (Baden) nach Trasadingen / Schaffhausen / Thayngen

Tschechien:

  • Trilex: Zittau – Hradek nad Nisou

Außerdem kann das Deutschlandticket in vielen weiteren grenzüberschreitenden Bussen genutzt werden.

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49-Euro-Ticket im Abo: Was es zu beachten gilt

Das Deutschlandticket gilt immer für den aktuellen Kalendermonat. Wer sein Ticket also erst im Laufe des Monats kauft, kann damit nur bis zum Monatsende fahren. Es lohnt sich also, das Ticket spätestens zum Ersten des Monats zu kaufen, um es voll ausnutzen zu können.

Das Deutschlandticket ist wie das 9-Euro-Ticket ein persönliches Ticket und damit nicht auf andere Personen übertragbar. Kinder unter sechs Jahren benötigen kein eigenes Ticket und können bei den Eltern mitfahren. 

Bei manchen Verkehrsverbünden lässt sich das 49-Euro-Ticket anteilig kaufen

Es gibt allerdings auch Verkehrsverbünde, bei denen es möglich ist, das Ticket anteilig zu kaufen, sodass man nur für die verbleibenden Tage des Monats zahlen muss. Ein solches Angebot bietet beispielsweise der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) an. Über die hvv switch App lässt sich das Ticket anteilig kaufen. Jedoch sollte man spätestens bis zum Zehnten des Kalendermonats kündigen, da sich das Abo sonst automatisch verlängert und im nächsten Monat 49 Euro fällig werden. Auch beim Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) oder bei der S-Bahn München können ÖPNV-Nutzer:innen das Ticket anteilig kaufen, wenn sie das Abo zumindest im Folgemonat behalten. 

Durch einen anteiligen Kauf am letzten Tag des Monats gibt es das Deutschlandticket bereits für unter zwei Euro zu kaufen. Allerdings ist es dann auch nur für diesen Tag gültig.

Wie sich das 49-Euro-Ticket auch einzeln kaufen lässt

Wer das Deutschlandticket kauft, schließt automatisch ein Abonnement ab, das fortlaufend monatlich bezahlt wird. Einzelkäufe, wie es noch beim 9-Euro-Ticket möglich war, sind normalerweise nicht möglich. Allerdings ist das Abo monatlich kündbar. In der Regel kann das Deutschlandticket bei der Deutschen Bahn oder dem Verkehrsverbund bis zum 10. eines Monats zum Ende des Kalendermonats gekündigt werden. ÖPNV-Nutzer:innen, die das 49-Euro-Ticket also nur für einen Monat benötigen, können das Ticket am Monatsanfang kaufen und gleich darauf wieder kündigen. Dieser Vorgang ist unbegrenzt möglich, sodass Nutzer:innen das Ticket nur für die Monate kaufen, in denen sie es auch wirklich verwenden möchten.

Was für bestehende Abonnements gilt

Viele ÖPNV-Nutzer:innen haben bereits ein Ticket-Abo bei ihrem Verkehrsverbund. Sie können auf das Deutschlandticket umsteigen, wenn es für sie eine günstigere Alternative darstellt.

Der Umstieg auf das 49-Euro-Ticket erfolgt allerdings nicht immer automatisch. Ticket-Abonnent:innen müssen sich in der Regel selbst darum kümmern. Das geht aber meist online auf den Internetportalen der Verkehrsverbünde bzw. betriebe. 

Als Jobticket ist das Deutschlandticket günstiger

Seit kurzem steht fest: Bis Ende 2024 wird es keine Preiserhöhungen beim Deutschlandticket geben. Es bleibt also bei einem Ticketpreis von 49 Euro im Monat. Beschäftigte haben allerdings die Chance, das Deutschlandticket günstiger zu bekommen. Wenn ihre Arbeitgeber ihnen das anbieten. 

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitenden das 49-Euro-Ticket als Jobticket zur Verfügung stellen. Übernehmen sie dabei mindestens 25 Prozent des Ticketpreises, gibt es durch die Förderung von Bund und Länder einen Nachlass von fünf Prozent. Arbeitnehmende können damit das Ticket um mindestens 30 Prozent günstiger erhalten. In diesem Fall zahlen Mitarbeitende maximal 34,30 Euro für das Deutschlandticket. Mit diesem bundesweit standardisierten Jobticket-Modell und attraktiven Preisen erhoffen sich Bund und Länder, dass Arbeitnehmende vermehrt auf den ÖPNV umsteigen.

Eine repräsentative Greenpeace-Umfrage unter deutschen DAX-Unternehmen zeigt, dass bereits über die Hälfte der großen Firmen ein Deutschlandticket-Jobticket-Angebot für ihre Mitarbeitenden eingeführt hat.

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Mitnahmebestimmungen

Mitnahme von weiteren Personen

Beim 49-Euro-Ticket gibt es keine Möglichkeit andere Personen auf dem Ticket mitzunehmen. Diese Regelung schließt auch die eigene Familie ein. Kinder bis zu fünf Jahren können allerdings - dies gilt grundsätzlich im ÖPNV - mitgenommen werden, ab dem sechsten Lebensjahr benötigen Kinder ihr eigenes Deutschlandticket.

Kinder

Kinder bis einschließlich fünf Jahre dürfen in Deutschland grundsätzlich kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und damit auch vom Elternteil oder einer anderen Aufsichtsperson mit dem Deutschlandticket mitgenommen werden. Ab dem sechsten Lebensjahr benötigen dann aber auch Kinder ein eigenes 49-Euro-Ticket oder einen anderen Fahrausweis.

Fahrradmitnahme

Fahrräder können nur in manchen Bundesländern kostenlos mitgenommen werden. Andernfalls müssen Ticket-Nutzer:innen für das Fahrrad ein Extraticket lösen. Bei der Deutschen Bahn kostet eine Fahrradtageskarte im Nahverkehr derzeit sechs Euro. Reisende mit Fahrrad sollten sich beim entsprechenden Verkehrsverbund über die Mitnahme informieren.

Mitnahme von Hunden

Die Mitnahme von Hunden ist in der Regel entgeltpflichtig und auch nicht im Deutschlandticket inbegriffen. Für einen entgeltpflichtigen Hund kann jedoch kein Deutschlandticket gekauft werden. Hundebesitzer:innen müssen daher eine zusätzliche Fahrkarte für Hunde für die genutzte Strecke oder das jeweilige Tarifgebiet erwerben. Ausgenommen von der Entgeltpflicht sind Blindenhunde, Führhunde sowie Hunde, die in geeigneten Transportboxen mitgeführt werden. Eine Ausnahme gibt es zudem für alle Hunde: In Nordrhein-Westfalen brauchen Hundebesitzer:innen keine zusätzliche Fahrkarte für ihren Vierbeiner.

Angebote für Schüler:innen und Studierende

Für Schüler:innen: Angebote der Bundesländer beachten

Grundsätzlich zahlen auch Schüler:innen für das Deutschlandticket den vollen Preis. Viele Bundesländer bieten jedoch auch spezielle, günstigere Tickets für Schüler:innen an, die sich unter Umständen mehr lohnen.

Für Studierende: Einheitliches Semesterticket kommt

Nach langen Verhandlungen haben sich die Verkehrsminister der Länder auf eine bundesweit einheitliche Lösung für Studierende geeinigt. Ab dem Sommersemester 2024 wird es – auf Basis des Deutschlandtickets – ein bundesweit gültiges Semesterticket für 29,40 Euro geben.

Aktuell können Studierende noch von einer "Upgrade-Lösung" Gebrauch machen. Studierende zahlen zu ihrem Semesterticket monatlich etwas dazu und erhalten so das Deutschlandticket. Der monatlich zu zahlende Betrag variiert jedoch nach Bundesland und Universität. Studierende sollten sich daher beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) ihrer Universität über ein mögliches Upgrade und dessen Kosten informieren.

Deutschlandticket: Das machen die einzelnen Bundesländer

Tarifbereiche, Tarifzonen, Tarifwaben: Der Öffentliche Personennahverkehr in Deutschland war lange Zeit sehr unübersichtlich und komplex. Die vielen Verkehrsverbünde hatten ihre eigenen oftmals komplizierten Tarifmodelle und -bestimmungen. Das Deutschlandticket hat mit seiner bundesweiten Nutzungsmöglichkeit und einem einheitlichen Preis den ÖPNV deutlich einfacher gemacht. Allerdings zeichnet sich ab, dass es trotzdem wieder spezielle Regelungen in einzelnen Bundesländern und Regionen geben wird, zum Beispiel zur Mitnehme von anderen Personen, Hunden und Fahrrädern.

Das planen die einzelnen Bundesländer - ein Überblick:

Baden-Württemberg

  • Im Baden-Württemberg-Tarif (bwtarif) ist die Fahrradmitnahme kostenlos. Ausnahmen sind beispielsweise die Stoßzeiten montags bis freitags von 6 bis 9 Uhr.
  • Beim Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gibt es ein TicketPlus. Für zusätzlich 9,90 Euro im Monat ist das Ticket innerhalb des VVS-Tarifbereichs übertragbar und können andere Personen mitgenommen werden. Das TicketPlus gibt es jedoch nicht als Handyticket, sondern nur für Inhaber:innen der PolygoCard des VVS.

Bayern

  • Für Azubis, Studierende und Freiwilligendienstleistende gibt es ein vergünstigtes Deutschlandticket für 29 Euro.

Berlin und Brandenburg

  • Ab dem 1. Juli gibt es in Berlin das 29-Euro-Ticket.
  • Zahlen Studierende zu ihrem Semesterticket dazu, können sie es zu einem Deutschlandticket aufwerten.
  • Beim Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) müssen Radfahrende ein Fahrradticket lösen. Hunde dürfen kostenlos mitfahren.
  • Wer eine sogenannte Übergangskarte zur Benutzung der 1. Klasse besitzt, darf diese auch in Kombination mit dem Deutschlandticket im gesamten VBB-Gebiet nutzen.

Bremen

  • Für Bürgergeld-Empfänger:innen gibt es das sogenannte Stadtticket für 25 Euro.
  • Studierende erhalten für 16,60 Euro als Semesterticket-Upgrade das Deutschlandticket. 

Hamburg

  • Schüler:innen (mit SchulSpezial) sowie Menschen mit niedrigem Einkommen zahlen für eine Monatskarte nur noch 19 Euro. Azubis, die ein Bonusticket besitzen, zahlen für das Deutschlandticket 29 Euro im Monat.
  • Der Hamburger Verkehrsverbund (hvv) bietet eine Zeitkarten-Ergänzung für 15 Euro an. Damit können Deutschlandticket-Besitzer:innen wahlweise eine Person ab 15 Jahren oder drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren am Wochenende und an gesetzlichen Feiertagen mitnehmen.
  • Die Mitnahme von Fahrrädern ist im hvv-Bereich außerhalb der Stoßzeiten kostenlos. Hunde dürfen jederzeit kostenfrei mitgenommen werden.
  • Studierende können für 18,20 Euro monatlich ihr Semesterticket zu einem D-Ticket upgraden.
  • Wer die 1. Klasse nutzen möchte, kann für 47,20 Euro im Monat ein Upgrade für das hvv-Gesamtnetz erhalten.

Hessen

  • Für Empfänger:innen von Bürgergeld, Wohngeld oder Sozialhilfe gibt es ein Sozialticket für 31 Euro im Monat. Für Studierende gibt es die Upgrade-Option, mit der sie ihr Semesterticket zu einem Deutschlandticket erweitern können.
  • Die Mitnahme von Fahrrädern und Hunden und Fahrräder ist kostenlos.

Mecklenburg-Vorpommern

  • Azubis, Berufsschüler:innen, Freiwilligendienstleistende, Beamtenanwärter:innen sowie Senior:innen zahlen in Mecklenburg-Vorpommern 29 Euro für das D-Ticket.
  • Beim Verkehrsverbund Warnow (VVW) können Studierende ihr Semesterticket für 28,40 Euro zu einem Deutschlandticket aufwerten.

Niedersachsen

  • Für Studierende gibt es die Möglichkeit, ihr Semesterticket zum entsprechenden Differenzbetrag zu einem 49-Euro-Ticket zu upgraden.
  • Für Hunde und Fahrräder sind grundsätzlich zusätzliche Fahrkarten notwendig.
  • Beim 1.-Klasse-Upgrade zahlen Bahnreisende den Aufpreis für die gefahrene Strecke.

Nordrhein-Westfalen

  • Auch in NRW können Studierende mit einem Upgrade ihres Semestertickets das Deutschlandticket erhalten. Azubis und Schüler:innen können das "Schülerticket" (VRS) oder das "Schokoticket" (VRR) für 29 Euro erwerben.
  • Hunde fahren beim D-Ticket in NRW kostenlos mit. Fahrräder können um einen Aufpreis von 39 Euro den ganzen Monat mitgenommen werden. Die 1. Klasse kann um einen Aufpreis von 69 Euro im Monat genutzt werden. 
  • Chipkarten-Inhaber:innen können in Köln die KVB-Leihräder (je Fahrt 30 Minuten) bzw. die KVB-Lastenräder (je Woche 90 Minuten) kostenlos nutzen. Ähnliches gilt für Leihräder der Verkehrsbetriebe im Rhein-Siegkreis, in Bonn und Troisdorf.

Rheinland-Pfalz

  • Das 49-Euro-Ticket können Zugreisende auch auf der Strecke nach Luxemburg nutzen.
  • Die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern und Hunden hängt vom Verkehrsverbund ab, im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) ist die Mitnahme zum Beispiel kostenlos.

Saarland

  • Es gibt ein Für Schüler:innen, Azubis und Freiwilligendienstleistende gibt es das sogenannte Junge-Leute-Ticket für 30,40 Euro monatlich (365 Euro im Jahr). Voraussetzung ist ein Wohnsitz im Saarland. Für Menschen mit Berechtigungsnachweis gibt es ein ermäßigtes Fair-Ticket für 39 Euro im Monat.
  • Studierende haben die Möglichkeit ihr Semesterticket zum entsprechenden Differenzbetrag zu einem 49-Euro-Ticket zu upgraden.
  • Beim Saarländischen Verkehrsverbund (SaarVV) dürfen Fahrräder kostenfrei mitgenommen werden, jedoch gibt es hier zeitliche Einschränkungen. Hunde können hingegen immer kostenlos mitfahren.
  • Wer in der 1. Klasse fahren möchte, muss dazu den Differenzbetrag der jeweiligen Fahrt bezahlen.

Sachsen

  • In Dresden und dem Verkehrsverbund Oberelbe können Pendler:innen für ein Upgrade um 10 Euro einen Hund oder ein Fahrrad uneingeschränkt sowie einen weiteren Erwachsenen und bis zu vier Kinder bis zu 15 Jahren kostenlos mitnehmen. Die Mitnahme weiterer Personen gilt von Montag bis Freitag zwischen 18 und 4 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen ganztägig.
  • In Leipzig kann die Mitnahme einer erwachsenen Person oder das Mitnehmen von bis zu 3 Kindern zum D-Ticket dazu gebucht werden.
  • Studierende erhalten das Semesterticket-Upgrade für 21,50 Euro im Monat.

Sachsen-Anhalt

  • Innerhalb des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds (MDV) können Hundebesitzer:innen ihren Vierbeiner kostenlos mitnehmen, wenn dieser in eine kleine Tasche oder Box passt. In Magdeburg gilt diese Regelung allerdings nicht. Hier muss für Hunde zusätzlich eine Kinderfahrkarte gelöst werden.

Schleswig-Holstein

  • Wie im Saarland auch können Studierende in Schleswig-Holstein ihr Semesterticket zum entsprechenden Differenzbetrag zu einem 49-Euro-Ticket upgraden. Freiwilligendienstleistende erhalten ein ermäßigtes Deutschland-Jobticket für maximal 15 Euro.
  • Fahrräder können nicht kostenlos mitgenommen werden, eine Fahrradtageskarte kostet fünf Euro.

Thüringen

  • In Thüringen müssen D-Ticket-Nutzer:innen für ihr Fahrrad in der Straßenbahn eine zusätzliche Fahrkarte lösen. 

Was einzelne deutsche Städte anbieten

Den Führerschein gegen ein Deutschlandticket tauschen

Städte wie Bonn, Dortmund, Leverkusen oder Lübeck machen es vor: Dort können Einwohner:innen ihren Führerschein abgeben und dafür ein zeitlich befristetes Deutschlandticket erhalten. Manche dieser Angebote richten sich an Seniorinnen und Senioren, einige aber auch an einen größeren Personenkreis. Detaillierte Informationen erhält man bei den Stadtverwaltungen.

Das Mobilitätsbudget befindet sich im Entwurf des Jahressteuergesetz 2024.

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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