SIXT+ Auto-Abo: Funktionsweise, Kosten und Einsatz als Mitarbeiter-Benefit

Ein Auto für ein halbes Jahr, ohne Kaufvertrag, ohne Leasingbindung und ohne Diskussion über Restwerte: Das ist die Idee hinter dem Auto-Abo. SIXT bietet dieses Modell unter dem Namen SIXT+ an. Gegen eine feste Monatsrate steht ein neuwertiges Fahrzeug bereit, Versicherung, Wartung, Kfz-Steuer und Reifen inklusive. Selbst zahlen muss man nur den Sprit oder den Strom.

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Für Unternehmen ist das aus zwei Richtungen interessant. Zum einen als Lückenfüller im Fuhrpark, wenn ein Leasingfahrzeug auf sich warten lässt oder jemand nur für ein Projekt ein Auto braucht. Zum anderen als Benefit: Mitarbeitende finanzieren das Abo über ihr Bruttogehalt und fahren dadurch spürbar günstiger als privat. Dieser Beitrag zeigt, wie das Modell funktioniert, was es kostet und worauf es bei beiden Varianten ankommt.

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Wie das SIXT+ Auto-Abo funktioniert

Der Ablauf beim Auto-Abo ist einfach geregelt und ähnelt einer sehr langen Mietwagenbuchung. Online oder in der SIXT App wählt man eine Fahrzeugkategorie, legt Laufzeit und Kilometerpaket fest, entscheidet sich für ein Schutzpaket und holt das Auto an einer SIXT-Station ab. Danach fährt man es wie ein eigenes, nur dass Werkstatttermine, Reifenwechsel und Papierkram beim Anbieter liegen.

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Drei Eigenheiten unterscheiden SIXT+ von reinen Online-Abo-Anbietern. Die erste betrifft das Fahrzeug selbst: Gebucht wird in der Regel eine Kategorie, nicht ein bestimmtes Modell. Steht im Angebot „VW Golf oder ähnlich", kann an der Station auch ein vergleichbares Auto bereitstehen. Nur bei Angeboten mit Modellgarantie ist zugesichert, welcher Wagen es wird. Nach Anbieterangaben sind die Fahrzeuge höchstens zwölf Monate alt.

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Die zweite Eigenheit ist das Stationsnetz. SIXT betreibt in Deutschland über 200 Standorte, Fahrzeuge sind dadurch oft kurzfristig verfügbar, und Abholung wie Rückgabe laufen vor Ort. Eine Lieferung nach Hause ist je nach Standort möglich, kostet aber extra und braucht Vorlauf.

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Die dritte betrifft den Versicherungsschutz. SIXT ist Halter der Fahrzeuge und arbeitet mit einer Haftungsfreistellung statt einer Police bei einem Drittanbieter. Haftpflicht und Vollkasko sind enthalten, die Selbstbeteiligung lässt sich gegen Aufpreis senken, und Schäden wickelt SIXT selbst ab. Wer häufig in engen Parkhäusern unterwegs ist, sollte beim Schutzpaket nicht zu knapp kalkulieren.

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Welche Fahrzeuge es im SIXT+ Auto-Abo gibt

Die Auswahl reicht vom Kleinwagen bis zur Oberklasse. Am unteren Ende stehen Modelle wie Seat Ibiza oder Opel Frontera, in der Kompaktklasse Dauerbrenner wie VW Golf und T-Cross, darüber Kombis und SUVs und am oberen Ende Fahrzeuge wie Audi A6 oder BMW X5. Weil die Abo-Flotte aus der Mietwagenflotte stammt, verschiebt sich das Angebot laufend; welche Kategorien gerade buchbar sind, zeigt der Konfigurator.

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Für Unternehmen besonders relevant: Elektro- und Hybridfahrzeuge sind im Abo verfügbar. Damit lässt sich ausprobieren, ob ein E-Auto im Alltag der jeweiligen Rolle trägt, ohne dass sich jemand für drei Jahre festlegt. Reichweite, Ladeverhalten und Alltagstauglichkeit zeigen sich in sechs Monaten deutlich zuverlässiger als in einer Probefahrt. Und weil die private Nutzung von Elektroautos nur mit 0,25 Prozent versteuert wird, fällt gerade hier der Vorteil der Gehaltsumwandlung am größten aus.

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Was das SIXT+ Auto-Abo kostet

Die Monatsrate hängt von Fahrzeuggruppe, Laufzeit und Kilometerpaket ab. Kleinwagen beginnen im Bereich von rund 370 bis 400 Euro, Kompaktwagen liegen etwas darüber, und bei Premiumfahrzeugen sind vierstellige Raten möglich. Die folgenden Konditionen gelten für das Privatkundenangebot:

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Entscheidend ist nicht die beworbene Einstiegsrate, sondern was am Ende jeden Monat vom Konto geht. Vier Posten verschieben die Rechnung am stärksten.

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Der wichtigste ist das Kilometerpaket. Mit 500 Freikilometern kommt niemand aus, der täglich pendelt; buchen lassen sich Pakete bis zu 5.000 Kilometern im Monat. Dazu kommt die Selbstbeteiligung: Sie lässt sich von 2.000 über 1.000 Euro bis auf null senken, was die Monatsrate entsprechend erhöht. Zusatzfahrer:innen müssen eingetragen werden, sonst greift der Schutz nicht. Und für Fahrten ins Ausland ist ein eigenes Paket nötig.

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Zwei Besonderheiten sprechen dafür, genau hinzusehen. Nicht gefahrene Kilometer verfallen bei SIXT nicht sofort, sondern lassen sich in spätere Monate mitnehmen. Und das Abo kann zeitweise pausiert werden, bei Nutzung über die NAVIT-Plattform für 14 bis 90 Tage, ohne dass in dieser Zeit eine Rate anfällt. Für saisonale Rollen oder längere Abwesenheiten ist das ein echter Hebel.

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Wer das Abo über den Arbeitgeber nutzt, hat teils andere Konditionen. Das betrifft vor allem die Startgebühr und die Kilometerpakete, die im Firmenvertrag festgelegt werden.

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Das SIXT+ Auto-Abo als Benefit per Gehaltsumwandlung

Unternehmen können das Auto-Abo wie ein Dienstrad-Leasing anbieten: Der Arbeitgeber schließt das Abo ab und überlässt das Fahrzeug den Mitarbeitenden, die im Gegenzug auf einen Teil ihres Bruttogehalts in Höhe der Abo-Rate verzichten. Hierbei wird nicht die Rate an sich versteuert, sondern der geldwerte Vorteil aus der privaten Nutzung.

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Die Bemessungsgrundlage ist dieselbe wie beim Dienstwagen, nämlich der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs:

  • Bei reinen Elektroautos bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis: 0,25 Prozent im Monat
  • Elektroautos darüber und begünstigte Plug-in-Hybride: 0,5 Prozent
  • Verbrenner: 1 Prozent
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Hinzu kommen für den Weg zur ersten Tätigkeitsstätte 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer. Wie der geldwerte Vorteil genau ermittelt wird, erläutert unser Leitfaden Firmenwagen richtig versteuern.

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Da die Rate aus dem Bruttogehalt fließt und nur ein kleiner geldwerter Vorteil versteuert wird, liegt die effektive Belastung unter der Rate eines privat abgeschlossenen Abos. Ein Rechenbeispiel für ein Elektrofahrzeug:

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In diesem Beispiel bleiben rund 183 Euro mehr netto im Monat, die effektive Rate sinkt von 629 auf etwa 446 Euro. Wie groß der Vorteil ausfällt, hängt vom Steuersatz, vom Bruttolistenpreis und vom Fahrzeug ab. Bei Verbrennern mit 1 Prozent ist er deutlich kleiner als bei Elektroautos.

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Für Arbeitgeber entstehen keine Fahrzeugkosten, weil Mitarbeitende das Abo selbst finanzieren. Weil das Bruttogehalt sinkt, sinken auch die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Umgekehrt kann die Gehaltsumwandlung Auswirkungen auf Leistungen haben, die am Bruttogehalt hängen, etwa auf eine betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberbeitrag. Das sollten Unternehmen vorab prüfen und offen kommunizieren.

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Was im Vertrag geregelt werden muss

Für jedes Fahrzeug braucht es einen Überlassungsvertrag zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden. Darin stehen die Gehaltsumwandlung, der Umfang der privaten Nutzung, die Haftung bei Schäden und die Regeln für den Fall, dass das Arbeitsverhältnis endet.

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Ein Vorteil der kurzen Laufzeiten: Bei Elternzeit, längerer Krankheit oder Austritt ist das Risiko kleiner als bei einem Leasingvertrag über drei Jahre. Trotzdem sollte der Vertrag regeln, was dann passiert. Üblich sind vier Wege: das Abo privat weiterführen, es an andere Mitarbeitende übertragen, das Fahrzeug als Dienst- oder Poolwagen übernehmen oder eine Absicherung abschließen, die solche Fälle abdeckt.

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Wann sich das Auto-Abo im Fuhrpark lohnt

Nicht jedes Fahrzeug im Fuhrpark muss drei Jahre lang dasselbe sein. Genau dort setzen Auto-Abos an, und in fünf Situationen tauchen sie in der Praxis immer wieder auf:

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  • Überbrückung bei Lieferverzögerung: Der bestellte Leasingwagen kommt später, das Abo überbrückt die Wartezeit.
  • Probezeit: Neue Mitarbeitende fahren in den ersten Monaten ein Abo und wechseln danach ins reguläre Leasing.
  • Befristete Stellen und Projekte: Die Laufzeit des Abos lässt sich an die Vertragslaufzeit anpassen.
  • Lastspitzen im Fuhrpark: Ist die eigene Flotte ausgelastet, springt ein Abo kurzfristig ein.
  • Dienstwagenersatz: Berechtigte fahren das Abo dauerhaft statt eines Leasingfahrzeugs.

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Hinzu kommt ein bilanzieller Aspekt. Leasingverträge werden nach IFRS 16 als Nutzungsrecht aktiviert und erhöhen die Bilanzsumme. Für kurzlaufende Verträge bis zwölf Monate sieht der Standard eine Ausnahme vor, sodass die Raten als laufender Aufwand gebucht werden können. Ob die Ausnahme greift, hängt vom Einzelfall ab und gehört in die Abstimmung mit der Bilanzierung.

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Welche Unterschiede zwischen Abo und Leasing sonst noch zählen, zeigt unser Vergleich von Auto-Abo und Leasing.

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Zwei Wege zum SIXT+ Auto-Abo für Unternehmen

Unternehmen können das Angebot direkt bei SIXT abschließen oder über eine Mobilitätsplattform einbinden. Direkt bei SIXT gibt es einen Vertrags- und Ansprechpartner, die Abrechnungsdaten kommen monatlich als Export oder über das Firmenportal. Über eine Plattform läuft die Bestellung samt Freigabe digital, und die steuerrelevanten Daten gehen automatisch in die Lohnabrechnung. NAVIT bindet das Auto-Abo dabei in dieselbe Verwaltung ein wie Deutschlandticket, Dienstrad und Mobilitätsbudget.

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Auto-Abo für Arbeitgeber – aber wie starten?

In einem kurzen 15-Minuten-Gespräch zeigen wir Ihnen:

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT.

Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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