Auto-Abo vs. Leasing 2026: Der Direktvergleich für Unternehmen

Der Trend bei Firmenwagen geht zu mehr Flexibilität. Während Unternehmen bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich auf das klassische Leasing zurückgriffen, hat sich das Auto-Abo als ernstzunehmende Alternative etabliert. Beide Modelle bieten Mitarbeitenden die Nutzung eines Fahrzeugs, ohne dass das Unternehmen es kaufen oder finanzieren muss.

Wo Auto-Abo und Leasing tatsächlich auseinandergehen, ist nicht so offensichtlich, wie es auf den ersten Blick scheint. Die monatliche Rate ist nur einer von vielen Faktoren, die die Entscheidung prägen sollten. Inklusivleistungen, Vertragsflexibilität, Versicherungsschutz, Modellauswahl, steuerliche Behandlung und die Frage, welches Mitarbeitendenprofil welche Vertragsform verträgt, sind mindestens ebenso wichtig.

Dieser Direktvergleich richtet sich an Unternehmen, die eine fundierte Entscheidung zwischen beiden Modellen treffen wollen oder eine Mischflotte aus Leasing und Auto-Abo strategisch aufstellen möchten.

Zuletzt aktualisiert am 22.05.2026

Was Auto-Abo und Leasing wirklich unterscheidet

Beide Modelle bieten Unternehmen die Möglichkeit, Mitarbeiter:innen ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, ohne es zu kaufen oder zu finanzieren. In beiden Fällen bleibt das Unternehmen Besitzer:in, aber nicht Eigentümer:in des Fahrzeugs. Der Wertverlust trägt nicht das Unternehmen, sondern der Vertragspartner. Damit hören die Gemeinsamkeiten weitgehend auf. Die drei zentralen Unterschiede in der Übersicht:

Vertragslaufzeit. Leasingverträge laufen typischerweise 24 bis 48 Monate. Auto-Abos lassen sich oftmals schon ab einem Monat abschließen und auf bis zu 24 Monaten verlängern.

Inklusivleistungen. Beim Leasing umfasst die monatliche Rate ausschließlich das Nutzungsrecht am Fahrzeug. Versicherung, Wartung, Kfz-Steuer und weitere Nebenkosten zahlt das Unternehmen separat. Beim Auto-Abo sind diese Positionen in der Monatsrate bereits enthalten. Lediglich Kraftstoff oder Ladestrom kommen extern dazu.

Kosten. Die Leasingrate ist isoliert betrachtet niedriger. In der Vollkostenrechnung (alle Nebenkosten eingerechnet) gleichen sich beide Modelle deutlich an. Bei Verbrennern liegt das Auto-Abo trotzdem meist über dem Leasing. Bei E-Autos sind beide Modelle praktisch gleichauf.

Hinzu kommen weitere Unterschiede bei Kündigungsoptionen, Modellauswahl, Versicherungsschutz, Beschaffungsgeschwindigkeit und administrativem Aufwand.

Unternehmen sollten beachten, dass nur das sogenannte Kilometerleasing sich sinnvoll mit dem Auto-Abo vergleichen lässt. Beim Restwertleasing müssen Leasingnehmer:innen das Fahrzeug nach Vertragsende übernehmen oder die Differenz zum tatsächlichen Restwert ausgleichen. Dieser Vergleich hier konzentriert sich daher auf das in Deutschland weit verbreitete Kilometerleasing.

Typische Kostenpunkte beim Firmenwagen

Bevor die Inklusivleistungen der beiden Modelle verglichen werden, lohnt sich der Blick auf die typischen Kostenpunkte, die mit der Nutzung eines Firmenwagens verbunden sind. Sie sind beim Leasing und beim Auto-Abo identisch, werden aber unterschiedlich verteilt:

  • Grundrate für die Fahrzeugnutzung (Leasingrate oder Abo-Rate)
  • Kfz-Versicherung (Haftpflicht plus typischerweise Vollkasko mit Selbstbeteiligung)
  • Kfz-Steuer (für reine Elektrofahrzeuge bis Ende 2030 entfallen)
  • Wartung und Inspektion (regelmäßige Werkstattbesuche nach Herstellervorgabe)
  • Verschleißteile und Reparaturen (Bremsen, Reifen, Wischer, Kleinreparaturen)
  • Reifenservice (Sommer- und Winterreifen plus Lagerung)
  • Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung
  • Zulassung und Überführung (in der Regel nur bei Vertragsbeginn)
  • GAP-Versicherung (deckt die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert bei Totalschaden)
  • Schutzbrief (Pannenhilfe, Abschleppdienst)
  • Verwaltungsaufwand HR und Fuhrpark (interne Personalkosten für Verträge, Schadensabwicklung, Tankkartenverwaltung)
  • Tank- oder Ladekosten (immer separat, in keinem Modell enthalten)

Beim klassischen Leasing übernimmt das Unternehmen jeden dieser Punkte einzeln (außer der Leasingrate). Beim Auto-Abo sind die meisten dieser Positionen Bestandteil der Monatsrate. Welche Punkte konkret eingeschlossen sind, hängt vom Anbieter ab. Für Unternehmen lohnt sich ein Anbieter-Vergleich.

Inklusivleistungen im Detail

Beim Leasing: Modulare Zusatzpakete

Die meisten Leasinganbieter bieten optionale Service-Pakete an, mit denen sich die getrennten Kostenpositionen bündeln lassen. Üblich sind Wartungs-, Reifen- und Versicherungspakete, die als Aufschlag auf die Leasingrate kalkuliert werden. Das bringt Planbarkeit, erhöht aber die Monatskosten und lässt den ursprünglichen Vorteil der niedrigen Grundrate schrumpfen.

Wichtig: Eigenständig abgeschlossene Kfz-Versicherungen sind häufig günstiger als die im Leasing-Service-Paket angebotenen Versicherungen. Das gilt insbesondere bei mehrjähriger Schadenfreiheit der Versicherungsnehmenden.

Beim Auto-Abo: All-inclusive als Standard

Auto-Abo-Anbieter integrieren die genannten Positionen standardmäßig in die Monatsrate. Das vereinfacht die interne Kostenkalkulation (eine Rechnung pro Monat statt fünf bis acht separate Posten) und reduziert den administrativen Aufwand für Fuhrparkverantwortliche und Lohnbuchhaltung deutlich.

Im Gegenzug ist die Rate höher und die Modellauswahl begrenzter. Während im Leasing fast jedes Modell jedes Herstellers in jeder gewünschten Konfiguration bestellbar ist, bieten Auto-Abo-Anbieter typischerweise nur vorkonfigurierte Modelle und eingeschränkte Ausstattungslinien an.

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Vertragsflexibilität: Laufzeit, Kündigung und Wechsel

Die größten Unterschiede zwischen Leasing und Auto-Abo liegen in den Vertragsdimensionen Laufzeit und Kündigung. Hier entscheidet sich häufig, welches Modell zu welcher Personalsituation passt.

Leasing: Lange Bindung, niedrige Rate

Leasingverträge haben fest vereinbarte Laufzeiten zwischen 24 und 48 Monaten. Innerhalb dieser Zeit ist eine vorzeitige Kündigung in der Regel nicht vorgesehen oder nur gegen hohe Ablösesummen möglich. Auch ein Modellwechsel ist während der Laufzeit ausgeschlossen.

Diese Bindung ist der Grund, warum die Leasingrate vergleichsweise niedrig ist. Der Leasinggeber kann den Wertverlust und die Refinanzierung präzise kalkulieren, weil das Fahrzeug für die volle Laufzeit zugesagt ist.

Wenn Mitarbeitende vorzeitig aus dem Unternehmen ausscheiden oder das Fahrzeug nicht mehr benötigt wird, fallen meistens Restkosten an. Bei besonders ungünstigen Konstellationen entstehen erhebliche Ablösesummen, die den ursprünglichen Kostenvorteil mehr als wettmachen können.

Eine Alternative zur kostspieligen vorzeitigen Vertragsauflösung ist die Leasingübernahme durch einen Dritten. Diese Option besteht aber nicht bei allen Verträgen und ist administrativ aufwendig.

Auto-Abo: Kurze Laufzeit, hohe Flexibilität

Auto-Abos sind in der Regel ab einer Mindestlaufzeit von einem, drei oder sechs Monaten verfügbar. Maximale Laufzeiten liegen bei 12 bis 24 Monaten. Innerhalb der Mindestlaufzeit gibt es bei den meisten Anbietern eine Kündigungsfrist von einem bis drei Monaten.

Nach Ablauf der Mindestlaufzeit lässt sich das Abo monatlich kündigen oder gegen ein anderes Fahrzeug eintauschen. Bei einigen Anbietern ist das Pausieren des Vertrags für mehrere Wochen möglich, falls das Fahrzeug temporär nicht benötigt wird.

Auch hier gilt: Je länger die gewählte Mindestlaufzeit, desto günstiger die monatliche Rate. Wer von vorneherein weiß, dass ein Fahrzeug für 24 Monate benötigt wird, bekommt ein günstigeres Abo als bei monatlicher Buchung.

Wann sich Flexibilität wirtschaftlich rechnet

Der höhere Monatspreis des Auto-Abos rechnet sich in mehreren Konstellationen:

  • Probezeitphasen. Wenn nicht klar ist, ob eine Mitarbeiterbeziehung über die Probezeit hinaus Bestand hat, vermeidet das Auto-Abo das Risiko einer mehrjährigen Restbindung.
  • Internationale Entsendungen. Für Mitarbeiter:innen, die für sechs Monate bis zwei Jahre nach Deutschland kommen, ist ein Leasingvertrag unwirtschaftlich.
  • Projekt- und Saisonarbeit. Bei zeitlich befristeten Projekten passt die kürzere Laufzeit zur Personalsituation.
  • Überbrückung von Lieferzeiten. Wenn der bestellte Neuwagen im Leasing erst in sechs bis zwölf Monaten verfügbar ist, schließt das Auto-Abo die Lücke.
  • E-Auto-Testphasen. Mitarbeiter:innen können einzelne Elektromodelle für drei bis sechs Monate ausprobieren, bevor das Unternehmen sich für eine längere Bindung im Leasing entscheidet.

Steuerliche Behandlung im Unternehmen

Aus steuerlicher Sicht behandeln Finanzamt und Sozialversicherung Leasing und Auto-Abo überwiegend identisch. Die Monatsraten beider Modelle sind beim Unternehmen als Betriebsausgaben in voller Höhe abziehbar (mit der gesetzlichen Einschränkung der nicht abziehbaren Privatkostenkomponente bei privater Mitnutzung). Die entscheidenden steuerlichen Hebel betreffen die private Nutzung des Fahrzeugs durch Mitarbeitende.

Geldwerter Vorteil: 1-%-Regelung vs. 0,25-%-Regelung

Wer den Firmenwagen auch privat nutzen darf, muss diesen Vorteil versteuern. Es gilt:

  • Bei Verbrennern und Hybriden: 1 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat als zu versteuernder Vorteil
  • Bei reinen Elektrofahrzeugen bis 100.000 € Bruttolistenpreis: nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat
  • Bei reinen Elektrofahrzeugen über 100.000 € Bruttolistenpreis: 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat
  • Bei Plug-in-Hybriden mit gesetzlich definierter Mindestreichweite: 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat

Die Anhebung der Bruttolistenpreis-Schwelle für die 0,25-%-Regelung von vorher 70.000 € auf 100.000 € ist mit dem Wachstumsbooster-Gesetz seit dem 1. Juli 2025 in Kraft. Sie gilt für Erstüberlassungen bis zum 31. Dezember 2030.

Hinzu kommt die Arbeitswegpauschale: 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises pro Entfernungskilometer und Monat (bei der 0,25-%-Regelung entsprechend reduziert auf 0,0075 Prozent).

Was das praktisch bedeutet

Bei einem Mittelklasse-E-Auto mit etwa 42.000 € Bruttolistenpreis liegt der monatlich zu versteuernde geldwerte Vorteil nach der 0,25-%-Regelung bei rund 105 €. Beim gleich teuren Verbrenner-Dienstwagen wären es 420 €. Diese Differenz von 315 € pro Monat reduziert das zu versteuernde Einkommen der Mitarbeiter:innen direkt. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent (typisch für die klassische Dienstwagen-Zielgruppe) entsteht eine monatliche Netto-Ersparnis von rund 130 €. Über drei Jahre summieren sich daraus etwa 4.700 €, bei identischen Arbeitgeberkosten.

Diese steuerliche Logik gilt für Leasing und Auto-Abo gleichermaßen. Bei beiden Modellen entscheidet der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs und sein Antrieb, nicht das Vertragsmodell.

Gehaltsumwandlung als Verstärker

Sowohl Leasing als auch Auto-Abo lassen sich über das Modell der Gehaltsumwandlung organisieren. Mitarbeiter:innen verzichten dabei auf einen Teil ihres Bruttogehalts und erhalten dafür das Fahrzeug. Das umgewandelte Bruttogehalt mindert Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge auf beiden Seiten.

Kombiniert mit der 0,25-%-Regelung bei E-Autos potenziert sich der steuerliche Vorteil. Für Mitarbeiter:innen wird das Fahrzeug zu deutlich niedrigeren Nettokosten verfügbar als beim Privatkauf, für das Unternehmen entstehen geringere Lohnnebenkosten. Eine detaillierte Aufschlüsselung dieser Mechanik finden Sie in unserem Leitfaden zur steuerlichen Behandlung des Auto-Abos.

Heimladen ab 2026: Neue Abrechnungsregeln

Für E-Dienstwagen, die zu Hause geladen werden, galten bis Ende 2025 monatliche Pauschalen von 70 € beziehungsweise 35 € (mit oder ohne zusätzliche Lademöglichkeit beim Arbeitgeber). Seit dem 1. Januar 2026 sind diese Pauschalen abgeschafft. Stattdessen gelten jetzt zwei zulässige Methoden zur Erstattung des Ladestroms:

  1. Kilowattstunden-genaue Abrechnung über einen MID-konformen Zähler an der heimischen Wallbox
  2. Pauschale Strompreis-Erstattung auf Basis des durchschnittlichen Haushaltsstrompreises (für 2026: rund 0,34 €/kWh laut Destatis)

Diese Änderung betrifft Auto-Abo und Leasing gleichermaßen. Wer einen E-Dienstwagen anbietet, muss die Heimlade-Prozesse ab 2026 entsprechend anpassen. Details dazu finden Sie in unserem Leitfaden zum Heimladen 2026.

Versicherung, Wartung und Haftung

Die Risikoverteilung ist ein weiterer Punkt, an dem sich Leasing und Auto-Abo deutlich unterscheiden.

Beim Leasing: Risiko liegt beim Unternehmen

Das Unternehmen ist Versicherungsnehmer und schließt die Kfz-Versicherung selbstständig ab. Das hat Vorteile (typischerweise niedrigere Prämien als bei integrierten Lösungen) und Nachteile (mehr administrativer Aufwand bei Schadensabwicklung).

Wartung, Inspektion und Reparaturen organisiert das Unternehmen ebenfalls eigenständig. Werkstattbesuche, Verschleißteile, Reifenwechsel und HU sind Posten, die intern oder über externe Dienstleister abgewickelt werden müssen.

Bei einem Totalschaden oder Diebstahl entsteht häufig eine Differenz zwischen dem Wiederbeschaffungswert (was die Versicherung zahlt) und dem Restwert des Leasingvertrags (was das Unternehmen schuldet). Diese Lücke deckt die GAP-Versicherung ab, die separat abgeschlossen werden muss.

Beim Auto-Abo: Risiko liegt beim Anbieter

Beim Auto-Abo ist der Anbieter Versicherungsnehmer. Die Police ist Bestandteil der Monatsrate, die Selbstbeteiligung im Schadensfall liegt bei den meisten Anbietern zwischen 500 € und 1.500 € pro Schaden. Eine individuelle Anpassung der Versicherungsbedingungen ist nicht möglich.

Wartung und Reparaturen werden über das Vertragsnetz des Anbieters abgewickelt. Bei vielen Anbietern ist eine Hol- und Bringe-Service-Option enthalten, die für Mitarbeitende den Aufwand minimiert. GAP-Versicherung und Schutzbrief sind in der Regel standardmäßig integriert.

Der letzte Punkt ist relevant für langfristige Strategien: Bei Auto-Abos profitieren weder Unternehmen noch Mitarbeitende vom Aufbau einer eigenen Schadenfreiheitsklasse. Beim Leasing bleibt diese Möglichkeit bestehen.

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Für welche Mitarbeiterprofile lohnt sich was?

Die Wahl zwischen Auto-Abo und Leasing hängt selten am Modell allein. Sie hängt am Mitarbeitendenprofil, an der erwarteten Nutzungsdauer und an der Frage, wie planbar die Personalsituation ist.

Profile, bei denen Leasing wirtschaftlich besser passt

  • Außendienst-Mitarbeitende mit hoher Jahreskilometerleistung (über 25.000 km/Jahr) und langer Verweildauer im Unternehmen
  • Führungskräfte mit etabliertem Dienstwagen-Anspruch und planbarer mehrjähriger Bindung
  • Mitarbeitende in Geschäftsführung oder Vorstand, die ein hochwertig konfiguriertes Fahrzeug erwarten, das im Auto-Abo nicht verfügbar wäre
  • Außendienst-Teams mit standardisierter Fahrzeugflotte, bei denen einheitliche Modelle und Konfigurationen erwünscht sind

Profile, bei denen Auto-Abo wirtschaftlich besser passt

  • Mitarbeiter:innen in der Probezeit, bei denen die langfristige Bindung noch unsicher ist
  • Internationale Entsendungen mit befristeter Anwesenheit in Deutschland (sechs bis 24 Monate)
  • Projektarbeit mit zeitlich befristeten Einsätzen und absehbarem Vertragsende
  • Mitarbeiter:innen mit ungeklärten Mobilitätsbedürfnissen, die verschiedene Fahrzeugtypen ausprobieren möchten, bevor sie sich festlegen
  • Bridge-Lösungen zwischen Bestellung und Lieferung eines geleasten Neufahrzeugs
  • E-Auto-Pilotphasen, in denen das Unternehmen die Elektrifizierung der Flotte stufenweise testet

Misch-Szenarien sind die Regel

In vielen Unternehmen liegt die wirtschaftliche Antwort nicht in der Wahl zwischen Auto-Abo oder Leasing, sondern in der Kombination beider Modelle für unterschiedliche Mitarbeitendengruppen.

Wie sich beide Modelle innerhalb einer Car Policy strukturieren lassen und welche drei Einsatzmodelle (Firmenwagen-Ersatz, Gehaltsumwandlung, freiwilliger Zuschuss) sich dabei in der Praxis bewährt haben, behandelt unser Leitfaden Auto-Abo als Alternative für den Fuhrpark.

NAVIT verwaltet beide Modelle (Auto-Abo und Auto-Leasing) sowie das Mobilitätsbudget für nicht-autoaffine Mitarbeitende in einer Plattform mit einem Export für die Lohnbuchhaltung und einer einheitlichen Reportingstruktur für CSRD-Berichtspflichten.

Anbieter-Landschaft 2026

Der Markt für Auto-Abos ist deutlich heterogener als der Leasingmarkt. Drei Anbietergruppen lassen sich unterscheiden.

Markenübergreifende Plattformen

Diese Anbieter führen Fahrzeuge verschiedener Hersteller im Portfolio und richten sich sowohl an Privat- als auch an Geschäftskund:innen.

  • FINN (Marktführer in Deutschland, breites Portfolio, JobAuto-Produkt für Unternehmen)
  • ViveLaCar (Schwerpunkt auf flexible Mindestlaufzeiten)
  • like2drive (etablierte Plattform mit Fokus auf Vielfahrer:innen)
  • faaren (markenübergreifende Plattform, häufig mit Händler-Anbindung)

Autovermieter mit Abo-Angeboten

Klassische Autovermieter haben Auto-Abos als zusätzliches Geschäftsmodell aufgenommen. Vorteil: dichtes Stationsnetz, kurze Verfügbarkeiten, hohe Flexibilität bei der Übergabe.

  • SIXT+
  • MyEuropcar
  • Hertz Abo

Hersteller-Abos

Fast alle großen Hersteller haben mittlerweile eigene Abo-Programme entwickelt:

  • Volkswagen Financial Services (VW-Abo)
  • Audi on demand subscribe
  • Mercedes-Benz My Choice
  • BMW Subscribe und Mini Subscribe
  • Porsche Drive
  • Care by Volvo
  • Hyundai Subscribe und das B2B-orientierte Hyundai-Direkt
  • Kinto Flex (Toyota)
  • Renault Subscribe
  • Stellantis &You (Citroën, Fiat, Opel, Peugeot)

Klassische Leasinganbieter

Beim Leasing dominieren neben den Captive-Leasing-Banken der Hersteller (VW Leasing, BMW Financial Services, Mercedes-Benz Mobility) die großen unabhängigen Anbieter:

  • Ayvens (entstanden aus dem Zusammenschluss von ALD Automotive und LeasePlan, Marktführer in Europa)
  • Arval (Tochter der BNP Paribas-Gruppe)
  • Athlon (Daimler-Mobilix)
  • Alphabet (BMW-Tochter)
  • Sixt Leasing

Eine ausführlichere Übersicht der Auto-Abo-Anbieter mit Detailvergleich der Konditionen finden Sie in unserem Auto-Abo Anbieter-Vergleich.

In der reinen Monatsrate ist das Leasing günstiger. In der Vollkostenrechnung (alle Nebenkosten eingerechnet) gleichen sich beide Modelle stark an. Bei Verbrennern bleibt das Leasing typischerweise etwa 10 Prozent günstiger; bei E-Autos liegen beide Modelle praktisch gleichauf.

Ja, ohne Einschränkung. Die 0,25-%-Regelung für E-Dienstwagen gilt unabhängig vom Vertragsmodell. Sie hängt am Bruttolistenpreis des Fahrzeugs (bis 100.000 €) und am Antrieb (rein elektrisch). Bei einem über Auto-Abo überlassenen E-Dienstwagen kommt die 0,25-%-Regelung genauso zur Anwendung wie beim klassischen Leasing.

Wenn die Bindung an ein bestimmtes Fahrzeug nicht über mehrere Jahre garantiert werden kann oder soll. Konkret: bei Probezeit-Mitarbeitenden, internationalen Entsendungen, befristeten Projekten, Lieferzeit-Überbrückungen oder E-Auto-Testphasen. In diesen Fällen werden die vermiedenen Ablöse- und Leerkosten beim Leasing schnell höher als der Flexibilitätsaufschlag des Auto-Abos.

Nicht innerhalb desselben Vertrags. Wer beide Modelle parallel einsetzen will, schließt für unterschiedliche Mitarbeiter:innen oder Einsatzzwecke jeweils separate Verträge ab. Eine Plattform wie NAVIT verwaltet beide Modelle nebeneinander und sorgt dafür, dass die Lohnbuchhaltung und das Reporting konsolidiert bleiben.

Beim Leasing baut das Unternehmen (oder die Mitarbeitenden bei Privatübernahme der Versicherung) Schadenfreiheitsklassen auf. Beim Auto-Abo läuft die Versicherung auf den Anbieter. Mitarbeitende profitieren also nicht vom Aufbau einer eigenen Schadenfreiheitsklasse.

Beide Modelle arbeiten mit Kilometerpaketen. Die monatliche Rate hängt von der vereinbarten Jahreslaufleistung ab. Mehrkilometer werden in beiden Modellen extra berechnet, zwischen 5 und 35 Cent pro Kilometer. Beim Auto-Abo lassen sich Kilometerpakete häufig flexibler nachträglich anpassen als beim Leasing.

Beim Leasing bleibt das Unternehmen für die restliche Vertragslaufzeit zahlungspflichtig oder muss eine Ablösesumme bezahlen. Beim Auto-Abo läuft die Mindestlaufzeit aus, danach lässt sich das Fahrzeug ohne weitere Verpflichtungen zurückgeben. In Mischflotten mit hoher Fluktuation reduziert das die finanziellen Risiken bei Personalwechseln deutlich.

Haftungsausschluss

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Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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