
Zuletzt aktualisiert am 26.05.2026
Ein Mitarbeitender, der dienstags und donnerstags ins Büro kommt und die übrigen drei Tage von zuhause arbeitet, nutzt seinen Dienstwagen beruflich an zwei Tagen pro Woche. Den Rest der Zeit steht das Fahrzeug in der Garage oder auf dem Firmenparkplatz, wenn er es nicht privat viel nutzt. Dem Arbeitgeber entstehen monatliche Kosten von 700 bis 1.200 Euro.
Das klassische Dienstwagenmodell wurde für eine Arbeitswelt mit fünf Bürotagen pro Woche konzipiert. In hybriden Unternehmen ist es wirtschaftlich ineffizient: zu teuer für die tatsächliche Nutzung, zu unflexibel für Mitarbeitende, die an manchen Tagen das Auto brauchen und an anderen nicht.
Die Lösung liegt nicht darin, Dienstwagen vollständig abzuschaffen, sondern darin, Mobilitätsressourcen bedarfsgerecht zuzuteilen.
Außendienstmitarbeitende, Führungskräfte mit Repräsentationsbedarf und andere Positionen mit regelmäßigem Fahrzeugbedarf erhalten ein Auto-Abo statt eines klassischen Leasingfahrzeugs. Der Vorteil für hybride Teams: Das Auto-Abo lässt sich monatlich kündigen, wenn ein Mitarbeitender seine Rolle ändert oder das Unternehmen verlässt – kein auslaufender Leasingvertrag, kein gebundenes Kapital.
Das Auto-Abo wird wie ein klassischer Firmenwagen versteuert: 1-Prozent-Regelung oder Fahrtenbuch für den geldwerten Vorteil. Für Elektrofahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis unter 95.000 Euro gilt die 0,25-Prozent-Regelung – kombiniert mit dem flexiblen Abo-Modell eine attraktive Option für Unternehmen, die ihren E-Fahrzeuganteil schrittweise erhöhen wollen.
Für Mitarbeitende ohne regelmäßigen Fahrzeugbedarf sowie für alle Mitarbeitenden an ihren Homeoffice-Tagen ist das Mobilitätsbudget die sinnvollste Alternative.
Das Mobilitätsbudget bietet bis zu 113 Euro monatlich steuerfrei:
Beide Beträge sind unabhängig voneinander und vollständig kumulierbar. Der Mitarbeitende kann sein Budget flexibel auf die Mobilitätsformen aufteilen, die er an dem jeweiligen Tag braucht: Deutschlandticket für Bürotage, Carsharing für gelegentliche Termine, Ladekosten fürs E-Auto.
Ein Unternehmen mit 50 Außendienstmitarbeitenden und 150 hybrid arbeitenden Mitarbeitenden spart gegenüber einem klassischen Firmenwagen-Modell allein durch den Wechsel auf Mobilitätsbudget für die Büropositionen über 1,1 Millionen Euro jährlich ohne bei einer einzigen Außendienstposition auf Mobilität zu verzichten.
Das Zwei-Säulen-Modell beginnt mit einer Bedarfsanalyse. Entscheidend ist, welche Positionen im Unternehmen ein dauerhaft verfügbares Fahrzeug erfordern und welche nicht. Außendienst mit täglichen Kundenbesuchen: ja. Büropositionen mit gelegentlichem Fahrzeugbedarf: Mobilitätsbudget mit Carsharing-Option. Remote-first-Positionen: Mobilitätsbudget.
Eine Plattform, die diese Kategorisierung systematisch abbildet und automatisiert verwaltet – welcher Mitarbeitende welches Mobilitätsmodell erhält – reduziert den administrativen Aufwand für die HR-Abteilung erheblich und verhindert fehlerhafte Zuweisungen.
In hybriden Organisationen wechseln Mitarbeitende häufiger zwischen Rollen als in klassischen Unternehmensstrukturen. Ein Mitarbeitender, der heute im Außendienst ist und in sechs Monaten intern in eine andere Rolle wechselt, braucht dann möglicherweise kein Auto mehr. Das Auto-Abo muss in diesem Fall monatlich kündbar sein – ohne Abstandszahlungen, ohne lange Vorlaufzeiten.
Hybride Mitarbeitende nutzen je nach Wochentag unterschiedliche Verkehrsmittel: ÖPNV für Bürotage, E-Bike für kurze Strecken, gelegentlich Carsharing für Abendtermine. Das Mobilitätsbudget muss alle diese Nutzungsformen ohne Vorabfestlegung abdecken. Ein Budget, das nur für das Deutschlandticket gilt oder das monatlich aufgeteilt werden muss, schränkt den Nutzen ein und senkt die Adoptionsrate.
Lohnbuchhaltung für hybride Mobilitätsmodelle ist komplex: geldwerter Vorteil aus Auto-Abo (1 oder 0,25 Prozent) und Mobilitätsbudget über Sachbezug (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) sowie ÖPNV-Zuschuss (§3 Nr. 15 EStG) – alles muss monatlich korrekt in einem einzigen DATEV- oder SAP-Export abgebildet werden. Separate Reports pro Mobilitätsform erzeugen Abstimmungsaufwand und Fehlerrisiken in der Gehaltsabrechnung.
Hybrides Arbeiten macht ein Umdenken im Fuhrparkmanagement notwendig. Ein Anbieter wie NAVIT bildet Auto-Abo und Mobilitätsbudget in einer Plattform ab – mit einer einheitlichen Abwicklung für die Lohnbuchhaltung und unter einer Stunde HR-Aufwand monatlich.
Bereit für den nächsten Schritt? Sprechen Sie mit einem NAVIT-Experten, inklusive kostenloser Erstberatung.
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