Ein positives Image aufbauen: Der Einfluss von Nachhaltigkeit im Employer Branding

In der heutigen Unternehmenslandschaft, die von Fachkräftemangel und digitaler Transformation gekennzeichnet ist, ist es für Arbeitgeber wichtiger denn je, sich von der Masse abzuheben, um Top-Talente anzuziehen und zu halten. Employer Branding spielt dabei eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig nehmen Nachhaltigkeitsthemen in der Gesellschaft immer mehr Raum ein und der Druck erhöht sich, beim Klimaschutz zu handeln. Wie Firmen Nachhaltigkeit als strategischen Wettbewerbsvorteil nutzen können.

Inhalt

Employer Branding: Bedeutung und Einfluss auf die Unternehmenskultur

Ein Unternehmen ohne starke Arbeitgebermarke ist wie ein Schiff ohne Kompass. Das Employer Branding spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung einer positiven Unternehmenskultur und wirkt sich direkt auf die Mitarbeiterbindung und -gewinnung aus.

Eine klare Definition der Arbeitgeber-Proposition sowie gezielte Kommunikation sind Schritte, die jedes Unternehmen gehen sollte, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Die Unternehmensführung trägt hierbei eine wichtige Verantwortung, indem sie Maßnahmen implementiert, die das Employer Branding stärken und nachhaltig gestalten.

Nur so können Unternehmen langfristig die richtige Zielgruppe an Bewerber:innen erreichen und erfolgreich rekrutieren. Das Management muss daher das Employer Branding als strategische Priorität sehen und kontinuierlich in dessen Weiterentwicklung investieren.

Was ist Employer-Branding?

Das Employer Branding beschreibt das strategische Positionieren des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt. Dabei geht es dem Unternehmen vor allem darum, sich von der Konkurrenz abzuheben und potentielle Bewerber:innen für sich zu gewinnen. Zu einer erfolgreichen Employer Branding Strategie zählen alle Maßnahmen, die das Image des Unternehmens als Arbeitgeber positiv beeinflussen. Wichtig dafür sind:

  • Die transparente Kommunikation von Unternehmensvision, -mission und -werten
  • Die Nutzung verschiedener Kanäle zur richtigen Ansprache der Zielgruppen
  • Die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur
  • Die Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung
  • Die Präsentation der Karrierechancen und -perspektiven

Nachhaltigkeit als zentraler Bestandteil des Employer Brandings

Nachhaltigkeit ist dabei kein Trend, sondern mittlerweile eine Notwendigkeit geworden - auch im Employer Branding. Unternehmen, die ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft ernst nehmen, können dies als zentralen Bestandteil ihrer Arbeitgebermarke nutzen. Eine nachhaltige Employer-Branding-Strategie zeigt nicht nur ein Bewusstsein für wichtige gesellschaftliche Themen, sondern spricht auch eine zunehmend umweltbewusste junge Zielgruppe an. 

Durch gezielte Employer Branding Maßnahmen zur Förderung von Nachhaltigkeit Unternehmen können Unternehmen nicht nur ihre Glaubwürdigkeit stärken, sondern auch als attraktiver Arbeitgeber für umweltbewusste Bewerber:innen hervortreten und so Mitarbeitende und Bewerber:innen überzeugen. Das Implementieren von klimafreundlichen Arbeitspraktiken, die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und die Förderung eines grünen Bewusstseins unter den Mitarbeitenden sind zentrale Schritte, um eine nachhaltige Employer-Branding-Strategie zu entwickeln. 

Transparente Kommunikation und ein authentisches Management sind hierbei entscheidend. Unternehmen, die Nachhaltigkeit in ihr Employer Branding integrieren, setzen ein wichtiges Zeichen für eine positive Unternehmenskultur und stärken ihre Position im Wettbewerb um talentierte Mitarbeitende.

Ein ganzheitlicher Ansatz, der Nachhaltigkeit fest in die Unternehmenskultur integriert, kann langfristig einen positiven Einfluss auf das Employer Branding haben und zu einer langfristigen Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen führen.

Wege zu einem nachhaltigen Employer Branding

Eine ganzheitliche CSR-Strategie zur CO2-Reduzierung umzusetzen

Bewerber:innen und Mitarbeitende schauen mittlerweile verstärkt darauf, was Firmen konkret für Nachhaltigkeit und Klimaschutz machen. Das bedeutet, hier lohnt es sich für HR-Manager:innen, sich für eine unternehmensweite Nachhaltigkeitsstrategie und für die Reduzierung von CO2-Emissionen einzusetzen und die Verantwortung für das Erreichen dieser Ziele zu übernehmen.

Auch wenn HR-Manager:innen nicht direkt für eine solche Strategie verantwortlich sind, können sie das Management dazu bewegen, eine ESG-Strategie zu entwickeln. Mögliche Auswirkungen auf das Recruiting gilt es zu kommunizieren und Möglichkeiten, die Personalabteilung umweltfreundlicher zu gestalten, gilt es auszuloten. Mit der CSRD-Richtlinie wird das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung in Zukunft mehr Bedeutung haben und die Notwendigkeit zum Handeln mit sich bringen.

Mitarbeitenden Möglichkeiten geben, etwas zu bewegen

Jüngere Generationen wie die Generation Z und die Millennials versuchen bereits mehrheitlich, ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren und wünschen sich auch mehr Möglichkeiten, dies im Rahmen ihrer Arbeit zu tun. HR-Manager:innen können hier verschiedene Initiativen leicht umsetzen, wie beispielsweise Programme für ehrenamtliche Tätigkeiten innerhalb von Nachhaltigkeitsprojekten oder Schulungen, durch die Mitarbeitende bessere Entscheidungen im Hinblick auf Klima und Nachhaltigkeit treffen können. Außerdem können Personalverantwortliche für Mitarbeitende ein Forum schaffen, in dem Mitarbeitende Ideen äußern können, wie das Unternehmen nachhaltiger werden kann.

Konkrete Angebote, die Mitarbeitende dazu bewegen, einen eigenen Beitrag zu leisten, sorgen nicht nur für ein Gefühl der Selbstwirksamkeit, sondern können insgesamt auch eine positive und inklusive Unternehmenskultur fördern.

Incentivierung - Nachhaltige Mitarbeiterbenefits anbieten

Mitarbeiterbenefits für Mobilität, die es Mitarbeitenden ermöglichen, sich nachhaltiger fortzubewegen, werden von einem Großteil sehr geschätzt. Diensträder und E-Scooter oder Carsharing werden bei Mitarbeitenden immer beliebter. Arbeitgeber, die solche Optionen als Teil eines flexiblen Mobilitätspakets, beispielsweise über ein Mobilitätsbudget, anbieten, können ihr Employer Branding verbessern und schnell für mehr Mitarbeiterzufriedenheit sorgen. Denn hohe Lebenshaltungskosten haben auch Auswirkungen auf den Grad an umweltbewussten Entscheidungen. Eine finanzielle Unterstützung der Mitarbeitenden über das Angebot von nachhaltigen Mitarbeiterbenefits im Bereich Mobilität kann dies in Einklang bringen. 

Erfolgreiche Beispiele für nachhaltiges Employer Branding in der Praxis

Nachhaltiges Employer Branding in der Praxis zeigt sich durch erfolgreiche Beispiele, die Unternehmen als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit positionieren. Ein Unternehmen, das seine Mitarbeitenden aktiv am Umweltschutz beteiligt und regelmäßig Initiativen startet, stärkt nicht nur seine Arbeitgebermarke, sondern gewinnt auch das Vertrauen von Bewerber:innen und Kunden. 

Durch transparente Kommunikation über nachhaltige Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft kann ein Unternehmen eine starke Bindung zu seiner Zielgruppe aufbauen. Nachhaltiges Employer Branding geht über reine Imagepflege hinaus und wird zum integralen Bestandteil der Unternehmenskultur. Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine ethische Verpflichtung ist, sondern auch langfristigen wirtschaftlichen Erfolg sichert. 

Mit innovativen Ansätzen und einem klaren Bekenntnis zur Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft können Unternehmen nachhaltiges Employer Branding erfolgreich umsetzen.

Die Rolle von Technologie und Innovation im nachhaltigen Employer Branding

In Zeiten des digitalen Wandels und immer neuer Technologien ist es unerlässlich, dass Unternehmen auch im Bereich des Employer Brandings innovative Wege gehen. Die Integration von Technologie und Innovation kann dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsinitiativen eines Unternehmens zu stärken und gleichzeitig das Image als attraktiver Arbeitgeber zu festigen. 

Durch den Einsatz von digitalen Tools und Plattformen können Mitarbeitende aktiv in nachhaltige Projekte eingebunden werden und ihr Engagement für Umweltschutz und soziale Verantwortung zeigen. Darüber hinaus ermöglichen technologische Lösungen eine effiziente Kommunikation der Nachhaltigkeitsbemühungen an potenzielle Bewerber:innen und die Öffentlichkeit. 

Unternehmen, die Technologie als integralen Bestandteil ihrer Employer-Branding-Strategie verstehen, haben somit die Möglichkeit, sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit zu positionieren und langfristig erfolgreich am Markt zu agieren.

Fazit: Nachhaltigkeit als Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Employer Branding

Nachhaltigkeit ist kein bloßer Trend, sondern ein wesentlicher Faktor für den langfristigen Erfolg einer Arbeitgebermarke. Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, können sich als attraktive Arbeitgeber positionieren und so qualifizierte Bewerber:innen anziehen. Eine konsequente Integration nachhaltiger Maßnahmen in die Employer-Branding-Strategie schafft Vertrauen bei Mitarbeitenden und stärkt die Unternehmenskultur. Kommunikation über Nachhaltigkeitsinitiativen zeigt Engagement und Verantwortungsbewusstsein – wichtige Aspekte, die von der Zielgruppe geschätzt werden.

Durch innovative Technologien können Unternehmen effizienter nachhaltige Prozesse umsetzen und ihr Employer Branding weiter stärken. Nachhaltigkeit sollte daher als zentraler Bestandteil des Employer Brandings betrachtet werden, um langfristig erfolgreich zu sein und sich von Mitbewerbern abzuheben.

Stefan Wendering
Stefan ist Freelance Autor und Redakteur bei NAVIT. Zuvor arbeitete er bereits für Start-ups und im Mobilitätskosmos. Er ist ein Experte für urbane und nachhaltige Mobilität, Mitarbeiter-Benefits und New Work. Neben Blog-Inhalten erstellt er auch Marketingmaterialien, Taglines & Content für Websites und Fallstudien.

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